Stellungnahme zum Thema „Alternativer Tagesaufenthalt für wohnungslose Menschen“

Veröffentlicht am 06.04.2019 in Kommunalpolitik

von Stadträtin Anja Krug 

Die Fragestellung nach einem Tagesaufenthalt für wohnungslose Menschen ist für uns weitreichender als die Frage nach einer alternativen Konzeption für den Kirchplatz. Es geht für uns darum, wie wir für Menschen mit einer Reihe von Schwierigkeiten, die aus Armut und Wohnungslogigkeit entstehen, sinnvolle Hilfsangebote und Aufenthaltsmöglichkeiten schaffen. Wir danken dem Team um Herrn Kern und Frau Zink für die tiefgehende, wertschätzende und differenzierte Vorlage.

Für die SPD-Fraktion ist der zentrale Stelle der vorliegenden Konzeption die Schaffung einer Stelle im Bereich der Sozialarbeit für die wohnsitzlosen Menschen. Diese Menschen sind Teil unserer städtischen Realität und bedürfen der Betreuung und Begleitung. Es ist uns wichtig, durch das Streetwork eine Schnittstelle für Bedürfnisse der wohnsitzlosen Menschen und der „Mehrheitsstadtgesellschaft“ zu schaffen. Die Menschen mit einer Vielzahl von Problemlagen brauchen einen zuverlässigen Ansprechpartner, der niederschwellige Hilfen vermittelt, Beratungen ermöglicht und Chancen eröffnet. Daher könnten wir die Schaffung eines neuen Aufenthaltsorts am Bannweideweg nur mit entsprechender sozialer Betreuung gemeinsam denken.

Den Standort halten wir für geeignet, da er nicht ganz am Rande Stadt liegt, Einkaufsmöglichkeiten und Zugang zum öffentlichen Nahverkehr ermöglicht, den die Menschen brauchen werden, um z. B. Beratungsmöglichkeiten aufzusuchen. Auch die Möglichkeit, auf diesem Grundstück bei Bedarf Hochbeete anzulegen, die ähnlich wie im früheren Bürgergarten, die Chance einer kontinuierlichen Beschäftigung bietet, finden wir sinnvoll. Nach wie vor stehen wir hinter unserer Entscheidung, der Schließung des ursprünglichen Bürgergartens am Viktoriapark zuzustimmen, da dies nicht der richtige Ort für dieses Projekt war. Aber vielleicht gelingt es ja, am Bannweideweg einen Bürgergarten 2.0 zu etablieren.

Wichtig ist uns auch, dass bei dem Projekt die Betroffenen gehört und „mitgenommen“ werden. Der bereits initiierte „Runde Tisch“ mit den verschiedenen Akteuren und Unterstützern ist dabei ein guter Weg, der hoffentlich auch in Zukunft praktiziert wird. Wir danken an dieser Stelle allen, die sich ehrenamtlich in die Arbeit mit wohnsitzlosen Menschen einbringen und dies auch künftig tun werden. Sie sind wichtige Unterstützer und Multiplikatoren. 

Allen, die die Schaffung eines alternativen Tagesaufenthalts mit Sozialbetreuung für wohnsitzlose Menschen für eine verzichtbare Ausgabe halten mögen, seien einige Verse von Hanns-Dieter Hüsch in Erinnerung gerufen:

„Bedenkt, dass ihr Wasser habt und Brot.

Dass Unheil auf der Straße droht,

all denen, die weder Tisch noch Stühle haben

und in der Not die Tugend oft begraben.“

(Hanns-Dieter Hüsch: „Bedenkt“. Aus: „Ich möcht ein Clown sein“ (2002), Seite 97f. )

Wir müssen für diese Menschen mehr tun, als nur Stühle und Tische aufzustellen. Uns ist bewusst, dass die Schaffung eines alternativen Tagesaufenthalts und der Sozialarbeitsstelle nur ein Baustein in der Beschäftigung mit wohnsitzlosen Menschen sein kann. Das Problem wird dadurch nicht gelöst, aber es werden hoffentlich ein paar Chancen mehr eröffnet für Menschen, die vor einer Reihe von Herausforderungen stehen. Wir, die SPD-Fraktion, wünschen allen Beteiligten viel Kraft und Ideen für ihre herausfordernde Arbeit.

Für die SPD-Fraktion: Anja Krug

 

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