Radverkehr

Veröffentlicht am 11.04.2019 in Kommunalpolitik

(an) Karlsruhe bekommt Platz 1, Bruchsal ist noch nicht einmal in der Nähe von Platz zwei, sondern dümpelt im unteren Drittel herum, wenn man sich das Ranking des ADFC ansieht. Kein Wunder, haben Radfahrer(innen) im Bruchsaler Stadtverkehr doch noch immer mit vielen Hindernissen zu rechnen.

Würde man die Ortsteile fragen, bekäme Bruchsal wahrscheinlich die Note 5, zumindest in Heidelsheim und Helmsheim. Die 6 ist ausgeschlossen, schließlich gibt es Straßen und Wege.

Es wurden viele Hindernisse mittlerweile abgebaut und manche Stellen passierbar gemacht, aber die alltäglichen Hindernisse gibt es immer noch. An Tagen der Müllabfuhr stehen die Mülltonnen auf den Radwegen, Parkierflächen, wie z.B. in der Mergelgrube, werden regelmäßig so beparkt, dass ein Durchkommen auf dem benachbarten Radweg nicht möglich ist. Weist man die Fahrzeughalter freundlich darauf hin, wird man beschimpft. In Kurven zu einem Radweg liegt oft Sand, Glasscherben und Müll säumen den Weg. Straßen kreuzende Radwege haben oft keine Markierung, so dass abbiegende Autofahrer nicht wissen, ob ihnen jemand entgegenkommt: gerade in der dunklen Jahreszeit eine Herausforderung. Hilfreich wären rote Radwegsmarkierungen, um Aufmerksamkeit zu schaffen. Bordsteine, die nicht überall abgesenkt sind – und wenn, dann oftmals nicht genug.  Radwege, die nicht holperfrei sind, Sträucher, die in den Weg hineinwachsen. Außerdem sollten Radwege nicht nur holperfrei sein, sondern auch sauber, Rollsplit, Sand und Scherben sind keine guten Begleiter.

So mancher Lückenschluss fehlt auch, eklatant ist die Strecke zwischen Helmsheim und Heidelsheim, wo sich seit Jahren nichts tut. Der Weg ist gesäumt mit Müll, herum liegende Plastikflaschen und nach dem Rasenmähen fliegt der geschredderte Plastikmüll herum. Der Übergang zum Parkplatz ist holprig und hier wird es nun richtig eklig. Es ist eine Zumutung! Sperrmüll, Strauchschnitt, ein zugemüllter Autohändler, diese Ecke wird als Toilette benutzt! Der Parkplatz ist in einem erbärmlichen Zustand, Schlaglöcher, die nachts unkenntlich sind; Müll an den Rändern, Scherben auf dem Platz und samstags Flohmarkt. Es stinkt ekelhaft auf dem ganzen Platz nach Urin. Parallel zur B35 kann man den Parkplatz nicht queren, durch die Ausfahrt in Richtung Süden biegen widerrechtlich KFZ von der B35 ab und andere fahren raus. Die Beleuchtung ist schummrig, nachts muss man durch etliche LKWs kurven. Anschließend durchquert man eine Tankstelle, hier wird auf der roten Markierung des Radweges parallel zur Straße regelmäßig geparkt („nur kurz“). Hier auch wieder Müll und  auf der Abbiegespur der Autofahrer ist auch kein Hinweis auf kreuzende Radler. Die Ampelschaltung für Fußgänger und Radler wird nur grün, wenn man den Knopf drückt. „Dies sind nur 2 km auf Bruchsaler Gemarkung“, bemerkt Radlerin Alexandra Nohl, „wenn allerdings etwas in Richtung Klimaschutz getan werden muss, ist hier anzusetzen!“

Als RadfahrerIn darf man sich nicht beschweren, denn dieser Parkplatz ist Privatbesitz, man solle doch froh sein, diesen überhaupt nutzen zu dürfen, bekommt man zu hören. Außerdem könne man ja den Weg durch die Felder nutzen. Dass der Weg „hintenrum“ hügelig ist, abgefahren mit Spurrinnen, Schlaglöchern und Split versehen und man sich diesen mit Kraftfahrzeugen jeglicher Art teilen muss, ist unerheblich.

Es wird Zeit, dass etwas passiert!

Um sich selbst ein Bild zu machen, bietet die SPD zwei Termine im Mai an, um sich von der Misere bei einer geführten öffentlichen Radtour selbst einen Eindruck machen zu können.

2. und 16. 5. Um 17 Uhr, Abfahrt vor dem Rathaus Bruchsal

 

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