Flucht aus Afrika und ihre Ursachen – ein brisantes Thema, zu dem 30 Interessierte der Einladung des SPD-Stadtverbandes in die Wendelinusklause Untergrombach gefolgt waren. Nach der engagierten Einführung von SPD-Gemeinderätin Alexandra Nohl referierte Stefan Rebmann aus Mannheim, MdB. Nach wenigen Sätzen war klar, es handelt sich offensichtlich um ein Herzensthema!
65 Mio Menschen weltweit befinden sich derzeit auf der Flucht. Tendenz steigend.87% davon bewegen sich übrigens in einem Umkreis von 200 bis 300 Kilometer, denn erstens wollen diese Menschen wenn möglich wieder zurück und außerdem möchten sie nicht in eine völlig fremde Kultur. Lieber leben oder besser hausen sie in einem Flüchtlingscamp wie z.B.in Kenia mit 500000 Menschen!
Was hat das mit unserem Konsum zu tun?
Als Hauptursachen für eine Flucht haben sich Krieg, Gewalt, fehlende Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechtsverletzungen und Folgen des Klimawandels heraus kristallisiert.
Wichtig hierbei ist zu unterscheiden, handelt es sich um Wanderungsbewegungen oder um Migrationsbewegungen. Zur Verdeutlichung erwähnte Rebmann den Frost im April. Hierzulande werden die Bauern vom Staat finanziell unterstützt wenn ihnen die Ernte durch Naturgewalt ruiniert wird. In Afrika gibt es solche Hlfen nicht. Armut Hunger und Epidemien sind die häufigsten Fluchtursachen! Dort herrsche laut Rebmann permanente Perspektivlosigkeit, die nicht einmal die Grundbedürfnisse Arbeit & Leben bzw. Brot & Leben garantieren - trotz europäischem Wirtschaftsabkommen mit Afrika!
Aktuell sind mehr Menschen in den Drittstaaten versklavt als zur Zeit des Sklavenhandels in Amerika. Geschätzt handelt es sich weltweit um mehr als 35,8 Millionen moderne Sklaven.
Wäre der Appell einen Aktionsplan für Unternehmer zu erstellen? Zum Einen ja, aber an dieser Stelle muss sich ein Jeder fragen, Welchen Einfluss hat mein Verhalten als Verbraucher auf die Lebensumstände einer Näherin in Bangladesch wenn ich als Endkunde nur günstig einkaufen möchte?
Es wird deutlich, dass es die Aufgabe der Politik ist, Rahmenbedingungen so zu setzen, dass es fair ist und dass nicht nur auf Mindestlöhne auch in Drittstaaten geschaut wird sondern besonders deren Nachhaltigkeit im Fokus steht.
Als Nennbeispiel dient hier das 4,99 Euro T-Shirt, bei dem der Arbeitslohn bei 0,049 ct liegt.
Jeder Flüchtling kostet hier bei uns mehr an Unterbringung Beschulung etc. zielgerichtet wäre das Geld z.B. in Uganda in Entwicklungsarbeit, nicht Entwicklungshilfe zu investieren. Um die Nachhaltigkeit zu garantieren, müssen wir die Eigensteuerquote im Auge haben.Wir brauchen sinnvolle Wirtschaftspatenschaften der EU mit Afrika und einen nationalen Aktionsplan.
Was kann nun jeder einzelne tun? Hier rät Rebmann zum Kauf von Fair Trade Produkten, die mittlerweile in jedem Supermarkt zu finden sind. Letztendlich muss aber die Politik die Rahmenbedingungen schaffen. Dazu wären Veränderungen in der europäischen Rechtssprechung notwendig.
Wanderungsbewegungen rund um den Globus sind seit Menschengedenken normal, schon immer zwingen äußere Umstände die Menschen zu reagieren. Vietnam rechnet beispielsweise mit 10 Mio Klima Vertriebenen in den nächsten Jahren, durch die Erhöhung des Meeresspiegels verschwinden ganze Inselstaaten und werden heimatlos!
Alles nur Schwarzmalerei? Als Lösungsansatz wirkt in erster Linie die Konfliktprävention, es bedarf vielerorts einer Rechtsstaatlichkeit, einer Sicherheitspolitik, es braucht gute Arbeit weltweit und eine bewusste Klima und Umweltpolitik.
Eine humanistische Gesellschaft, die dieses Prädikat verdient, sollte beginnen globale Probleme mit nationalen Antworten zu lösen. ILO Kernarbeitsnormen, transparente Lieferketten, soziale Sicherungssysteme und handlungsfähige Gewerkschaften.
Menschen sollten von ihrer Arbeit leben können. So lautete das Fazit der Veranstaltung. Ein hitziger Abend in vielerlei Hinsicht!
Bundestagsabgeordneter Rebmann nahm uns mit auf eine Reise rund um den Erdball und legte den Finger in manch eine Wunde. Informativ, sachlich und auf dem Punkt!
Karina Merten
Gerechtigkeit und Solidarität haben in der Politik viele Stellschrauben. Bildung und Chancengleichheit im Beruf sind dabei zwei der wichtigsten, denn Bildung und Ausbildung entscheiden in unserer Gesellschaft maßgeblich über den Erfolg von Menschen im Leben.
Bildungschancen und ihre Verwertung sind daher auch für die langfristige Integration von Migrantinnen entscheidend, und ein wesentlicher Aspekt für die Chancengleichheit der Geschlechter allgemein.
Welche Ziele verfolgt die SPD, um für einen solidarischen Wandel hin zu mehr Chancengleichheit in Ausbildung und Beruf zu kämpfen?
Welche Antworten gibt die SPD auf die Fragen des Zugangs zu Bildung und Ausbildung?
Wie können die Anteile von Frauen und Männern in allen Berufen einander angenähert werden, und gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit erreicht werden?
Wie kann darüber hinaus die Anerkennung für unbezahlte, ehrenamtliche Arbeit aussehen?
Aisha Fahir, die Vorsitzende der ASF im Landkreis Karlsruhe wird die Bundestagskandidatin Neza Yildirim und die ASF Landesvorsitzende Andrea Schiele in Bruchsal begrüßen und nach dem Vortrag zum Thema durch die Diskussion leiten.
Die Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) Karlsruhe Land findet am Donnerstat, den 13.07.2017 um 20 Uhr in der "AWO" in Bruchsal, Prinz-Wilhelm Straße 2 statt.
Fahrradboxen sind an den meisten S- Bahnhöfen im Bereich des KVV und RNV seit Jahren schon in größeren Stückzahlen vorhanden. Seit einigen Jahren forderten wir ein solches Angebot auch für Untergrombach. Lediglich am GBZ waren 15 Boxen für ganz Bruchsal vorhanden. Nun endlich wurden in einem ersten Baulos zehn Fahrradgaragen in Untergrombach aufgestellt. Pendler haben die Möglichkeit, auch hochwertige Fahrräder sicher am Bahnhof zu verwahren. 40 solcher Garagen wurden in Bruchsal aufgestellt – außer den 10 in Untergrombach wurden 20 in Bruchsal, sieben in Heidelsheim und drei in Helmsheim aufgestellt. Die Gesamtkosten von 105000 € teilen sich Stadt und Land. Die SPD Untergrombach fordert, dieses Angebot in den nächsten Jahren kontinuierlich auszubauen. Erfreulicherweise wurden im Zuge dieser Baumaßnahme auch die bereits vorhandenen Fahrradständer erneuert.
Bei Interesse wenden Radfahrer sich bitte an das Ordnungsamt Bruchsal, per E-Mail: ordnungsamt@bruchsal.de Rosemarie Herzog, per Telefon: (0 72 51) 79-469.
H.Gross
Nachdem die Flüchtlingszahlen in den letzten beiden Jahren insgesamt geringer geworden sind, steigt inzwischen wieder die Zahl der Flüchtlinge insbesondere auch aus Afrika. Neben Krieg und desolaten politischen Verhältnissen bedrohen die demographische Entwicklung und der Klimawandel die ökonomische und ökologische Stabilität des Kontinents.
Wie steht die SPD zu den aktuellen Entwicklungen, wie ist Europa betroffen, und wie kann Europa helfen?
Die SPD Bruchsal lädt zu einem Vortrag zum Thema mit Stefan Rebmann (MdB SPD) und einem Vorwort von Alexandra Nohl (SPD Bruchsal) ein. Die Veranstaltung findet am Mittwoch den 05.07.2017 in der Wendelinusklause in der Wendelinusstraße 7 in 76646 Bruchsal-Untergrombach statt. Beginn der Veranstaltung ist 19:00 Uhr. Einlass ist ab 18:00 Uhr.
Die Idee von Bürgermeister Menrup ist nicht neu, nun aber mit Fertigstellung des Tunnels sinnvoll umsetzbar und erstrebenswert. Jedoch liegt der Fall wesentlich komplexer, als in Durlach einfach die Straßenbahn in die Innenstadt abzubiegen zu lassen. Für Untergrombach und Weingarten hätte das fatale Auswirkungen für die meisten Bahnbenutzer.
Die Verkehrsströme von Bruchsal nach Karlsruhe gehen derzeit zu 1/3 nach Durlach, um von dort weiter, ggf. auch Richtung Innenstadt, zu kommen. In Durlach steigen aber auch wieder fast die Hälfte dieses Drittels zu, um zum Hauptbahnhof zu gelangen.Es wäre daher fatal, den Hauptstrom Richtung Karlsruhe HBF, für 1/10 aller Fahrgäste die Richtung Innenstadt möchten, umzulenken .Der Hauptbahnhof Karlsruhe ist die Anbindung unseres Kreises an den Hochgeschwindigkeitsverkehr der Bahn :1,5 Stunden nach Köln, 3,5 Stunden nach Paris ,1,7 Stunden nach Basel .Rail und Fly wird immer beliebter. Auch die Anschlussmöglichkeiten vom Bahnhofsvorplatz zur Tram ist einzigartig. Die Bahn ist nur im geringeren Umfang Zubringer für den Einzelhandel . Das Gros stellen Pendler und Schüler. Die Verbindung von Forbach nach Menzingen ist sehr attraktiv und verbindet Kraichgau und Schwarzwald. Ein Umsteigen in Durlach würde die Reisezeiten ihrer Attraktivität berauben ,da man dann 2 mal umsteigen muss.
Um die Anbindung direkt an den Hauptbahnhof zu sichern, ist für die S3 des RNV Halt in Untergrombach und Weingarten vorzusehen. Was auch eine Aufwertung der Verkehrsanbindung Richtung Heidelberg /Mannheim mit sich bringt.
Im bisherigen Fahrplan entfallen diese Halte am Tage zwischen 8:00 und 24:00. (Ansonsten hält die S-Bahn zwischen Germersheim und Karlsruhe an jeder Milchkanne !) In Bruchsal kommt es derzeit zu einem Kuriosum, in einen Eilzug Richtung Karlsruhe steigen zu müssen, um in Untergrombach wieder aussteigen zu können. Wer in die S3 steigt ,braust mit 140 km / h an Untergrombach vorbei.
Die Linie Menzingen – Forbach muss bestehen bleiben.
Eine Linie durch die Stadt sollte Ziel Wörth haben.
Es ist schwer abzuschätzen, wie sich Deutschland, Europa und die Welt im Jahre 2030 auf politischem, wirtschaftlichem, ökologischem und demographischem Gebiet darstellen werden.
Bei dem Blick in die Zukunft gibt es Lichtblicke, aber auch dunkle Wolken, die sich schnell zu spürbaren Katastrophen verdichten können:
… können die Chancen auf Auskommen, Gesundheit und Wohlstand eines jeden einzelnen in dieser Gesellschaft negativ beeinflussen.
Die SPD hält mit Ideen und einem Aufruf zu Solidarität und Fairness dagegen.
Ziel kann nicht nur der beste Deal in Win-Loose-Kämpfen sein, mit dem etwa ein Donald Trump in Amerika Looser und Millionen von Menschen ohne Absicherung produzieren will.
Das Ziel für Deutschland und Europa muss eine gerechte Lasten- und Güterverteilung sein, bei der auch diejenigen ihren fairen Anteil bekommen, die nicht an den Knotenpunkten der Geldströme zu Hause sind. Und das Prinzip der Teilhabe, welches vielen Menschen Bildung und Unterstützung bietet, und damit die Chance auf gut bezahlte Arbeit.
Als einen wichtigen Baustein für eine gerechtere Gesellschaft hat die SPD inzwischen ihr Rentenkonzept vorgestellt, welches Eckpfeiler einschlägt, die eine Unterversorgung oder Überforderung breiter Bevölkerungsschichten wie auch spezieller Gruppen unterbinden.
An die Bessergestellten dieser Gesellschaft ist damit zugleich der Aufruf verbunden, (weiterhin) Verantwortung zu übernehmen und Ideen zu entwickeln, wie in dieser Gesellschaft Fairness und nachhaltige Win-Win-Geschäfte entstehen können, die dem Land seine Stärke erhalten und alle in eine gute Zukunft voranbringen.
Hier geht es zu den Details des Rentenkonzepts.
Bei einem Vor-Ort-Termin konnten sich die Mitglieder des Ortschaftsrats von Untergrombach über die neu angelegte Liegewiese am Baggersee Untergrombach informieren. Herr Gerhard Hofmann, der Leiter der Abteilung Grün und Landschaftspflege im Bruchsaler Rathaus, erklärte die fertiggestellte Neu- und Erweiterungsanlage der Liegefläche. Diese war nötig geworden, weil aufgrund von Naturschutzmaßnahmen im nördlichen Teil ein Ersatz für die dort weggefallene Liegewiese nötig wurde. Durch die Neuanlage wurde die bestehende Fläche, die als Liegewiese benutzt werden kann, sogar vergrößert. Die Ortschaftsräte zeigten sich erfreut darüber, dass die bestehenden Bäume als Schattenspender in die Anlage mit einbezogen wurden und auch darüber, dass die Neuanlage rechtzeitig zur Sommersaison fertiggestellt wurde.
Bereits in den vergangenen Jahren hat sich der Ortschaftsrat mehrfach mit dem Thema Eichenheldbock beschäftigt. Der Bereich mit den Eichenbäumen, in denen dieses seltene und schützenswerte Tier lebt, wurde jetzt dauerhaft abgegrenzt. Diese Abgrenzung dient sowohl dem Schutz der Tiere, deren Lebensraum geschützt und erhalten wird, als auch dem Schutz der Badegäste vor herabfallenden Ästen.
Auf Informationsschildern an der Abzäunung wird informiert, dass die Bäume innerhalb des Zaunes von einem der größten Käfer Europas, dem Eichenheldbock, bewohnt werden. Der Eichenheldbock ist europaweit streng geschützt und in Baden-Württemberg vom Aussterben bedroht. Er hat hier in Untergrombach eines seiner größten Vorkommen. Ortsvorsteher Karl Mangei bezeichnete das jetzt abgeschlossene Projekt als gelungen, weil dabei sowohl die Freizeitbedürfnisse der Badegäste und Spaziergänger, als auch der Arten- und Naturschutz unter einen Hut gebracht wurden. Er bedankte sich bei allen Beteiligten für die konstruktive fachgerechte und zügige Umsetzung, bei der auch der Ortschaftsrat einbezogen war.
Quelle : Amtsblatt Bruchsal
Forst / Untergrombach | Badeseen im Check
Ausgerüstet mit Badehose und guter Laune hat unser Reporter David für Sie den großen Test gemacht. Welcher Baggersee ist der beste im Kraichgau? Wir starten mit dem Heidesee in Forst und dem See in Untergrombach. Wer gewinnt das Duell ?
Am 9.Mai war Europatag.
In Bruchsal informierten sich zahlreiche Bruchsalerinnen und Bruchsaler am Stand der SPD über die Angebote und die Arbeit der Europäischen Union.
Möglichkeiten, sich kundig zu machen, boten die verschiedenen Infobroschüren, die über Europa und die Strukturen der Europäischen Union informierten.
Mit Mitgliedern des SPD-Ortsvereins Bruchsal, der die Veranstaltung organisiert hatte, konnte im persönlichen Gespräch über Europa diskutiert werden.
Zum selbst Mitmachen regte auch eine Tafel an, auf der alle Passantinnen und Passanten aufschreiben konnten, was für sie „Europa“ bedeutet.
Das „unbestrittene Highlight der Veranstaltung stellte jedoch die große Pinnwand dar, auf der jeder sagen konnte, was er oder sie über Europa denkt“, so Tobias Borho, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Bruchsal.
„Wir wollen als Partei, aber auch als überzeugte Europäer, ein Zeichen setzten und daran erinnern, dass Europa nicht weit weg von den Bürgerinnen und Bürgern ist, sondern ihnen überall im Alltag begegnet.“, erklärte Tobias seine Gedanken zum Europatag: „Ich denke, dass Europa die Menschen heute immer noch bewegt und sie zum Denken anregt.“.
Als die Veranstaltung beendet ist, passt kein Blatt mehr auf die Pinnwand. Wenn die Pinnwand ein Beleg für dieses Anregen zum Denken ist, scheint Tobias damit nicht ganz falsch zu liegen.
Tobias Borho, Vorsitzender der Bruchsaler SPD, zum Europatag:
"Europa steht für Freiheit, Gleichheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, die Achtung der Menschenwürde sowie Toleranz, Gerechtigkeit und Solidarität. Dies sind Werte, die es gerade auch in schwierigen und turbulenten Zeiten zu verteidigen gilt, in denen sich Nationalismus und Populismus in Europa und der Welt wieder verstärkt breit machen. Unser freies Leben baut auf diesen Grundwerten Europas auf. Dies müssen wir uns und den Zweiflern Europas immer wieder bewusst machen."
Am 9. Mai 1950 begann das Projekt Europa mit dem Plan des damaligen französischen Außenministers Robert Schuman zur Schaffung einer übernationalen Verwaltung für die Kohle- und Stahlindustrie, der im nächsten Jahr zur Bildung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) führte - der ersten supranationalen Organisation in Europa. Über die Jahre hat sich diese Gemeinschaft zu EU weiterentwickelt, einer großen Familie, die heute zwar auch für manchen Streit, aber ebenso für Frieden und wirtschaftlichen Wohlstand zum Nutzen ihrer Bürger sorgt.