SPD-Stellungnahme zum Thema Wald

Veröffentlicht am 28.06.2021 in Fraktion

Alexandra Nohl für die SPD-Fraktion

Mehr Wald, bitte!

Unser Wald ist nicht nur ein Ökosystem an sich, er bietet Erholungsraum. Gerade in der Pandemie zieht es viele Menschen in die Natur, wandern, joggen, aber auch einfach nur der Aufenthalt gibt vielen Menschen die Möglichkeit sich in der Nähe zu erholen- Naherholung!

Die weltweite Erderwärmung ist ein gegenwärtiges Problem und unser Wald ist auch betroffen. Studien beweisen dies und können die Situation auch darstellen.

Der ökologische Nutzen liegen auf der Hand und stecken im Boden, z.B. speichert 1qm Waldboden 200 l Wasser und ist damit bei Regenereignissen ein Speicher und kühlt die Umgebung, er hält die Biodiversität in der Region am Leben, ist Heimat für Tiere und Pflanzen.

Daher gilt es unseren Wald zu schützen und als Ökosystem auszubauen. Schon 2019 hat die SPD Fraktion angeregt, dass wir als Kommune von dem Modell abkommen sollten, den Wald als Wirtschaftsfaktor zu sehen, sondern uns noch mehr um nachhaltigen Schutz und Bewirtschaftung bemühen. Wir stellen damit die ökologischen und sozialen Ziele über die Holzproduktion!

Daher freuen wir uns, dass unter Förster Durst auch immer mehr kleinräumige Gebiete entstanden sind, in denen der Wald sich ohne menschliche Eingriffe entwickeln kann. Wenn es um die wirtschaftliche Nutzung geht, ist es positiv, dass wir beispielsweise an der Konrad-Adenauer-Schule auch Material aus unserem Bruchsaler Stadtwald zum Heizen nutzen. So vermeiden wir lange Transportwege.

Langanhaltende Trockenheit, im Gegensatz dazu Starkregen, verheerende Stürme, ausgetrocknetem Flussbette, Asphalt und Beton potenzieren die Hitze, Starkregenfälle führen zu Überschwemmungen; HWS und Starkregenmanagement kostet die Allgemeinheit Millionen. Das wissen hier alle! Unser Wald kämpft ums Überleben und wir befinden uns im 6. großen Artensterben der Welt. Wir versiegeln was das Zeug hält und Zerstören damit Lebensräume. Daher ist unser Wald so wichtig wie nie zuvor, wenn wir ihn jetzt so umbauen, dass er nachhaltig resistent wird und nicht nur die Einzelbaumstilllegung der alleinige Anreiz ist um Geld oder Ökopunkte zu generieren, können wir mit unserem Wald (national und international gedacht), dem Klimawandel entgegenwirken. Wir müssen alles dafür tun die Ökosystemleistung als Ganzes zu bewahren. Wir müssen jetzt handeln, um unsere Lebensgrundlagen zu erhalten.

Mehr Wald, bitte! Ein Vorschlag zur Förderung der Biodiversität im Wald:

Meist muss man schon einige 100 Meter oft Kilometer laufen um zum nächsten Waldrand  zu kommen. Unser Wald wird oft als abgegrenztes Gebiet gesehen, dabei haben wir eine gewachsene Kulturlandschaft, die u.a. durch Waldweiden, dem Hutewald entstanden ist.

Unsere Naturlandschaft ist so vielfältig, weil Mensch und Tier darin gewirkt haben, halboffene Weidelandschafen...so können die Waldgrenzen verschwimmen. Mit einer Waldweide werden lichte, warme Flächen geschaffen, die gefährdete Arten benötigen und zurückkehren.  Bsp die Traubeneiche, Winterlinde und Elsbeeren, als Ersatz der Fichten, diese Arten benötigen lichte warme Räume Die Eiche ist im Forstplan enthalten. (Möglichkeiten durch die EU Fördermittel, europ. Fond zur Finanzierung.)

Wir brauchen eine große zusammenhängende und miteinander vernetzte Fläche von artenreichem Dauergrünland und Grüngürtel, Heckenreihen, Waldweiden und Auenlandschaften. Dadurch entstehen schöne Landschaften mit zunehmender Biomasse und mehr Biodiversität, es verbessert die Naherholung und wäre ein Gewinn für den Tierschutz. Landwirtschaft und Naturschutz verbinden!

Wir wissen unseren städtischen Forst bei Herr Durst und seinen Mitarbeitenden in sehr guten Händen.  Wir vertrauen dem Forstamt die Habitatkontinuität zu gewährleisten, es wurden die entsprechenden Strukturen entwickelt, durch Förderung von Zukunftsbäumen, Ausweisung von Habitatbaumgruppen, Erhalt von Totholz und Sonderstrukturen. Der Erhalt der Zielarten erfordert aktives Handeln. In Wald- Begehungen wurde uns aufgezeigt wie der Umbau des Waldes funktionieren kann, denn die Eigendynamik des Forsts schafft das nicht alleine.

Um diese Ziele zu erreichen hat Herr Durst und sein Team das Vertrauen der SPD Fraktion!

 

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Ste. Marie-aux-Mines ist seit dem 12.07.1989 Partnerstadt von Bruchsal. Sie hat rund 6.000 Einwohner und liegt im Elsass am Fuße der Vogesen. Vorwiegend mit dem Stadtteil Untergrombach ist die Partnerstadt verbunden. Dies hat auch einen besonderen Hintergrund: In den siebziger Jahren wurde von Bruchsaler Soldaten begonnen, einen verfallenen Soldatenfriedhof am Stadtrand herzurichten, auf dem über 1.000 deutsche Soldaten begraben liegen. Vorwiegend Untergrombacher Vereine festigten über Jahre die Freundschaft, die anlässlich der 1200-Jahr-Feier von Untergrombach (1989) zur offiziellen Partnerschaftsunterzeichnung führte. Aufgrund der Nähe (200 km) und der guten Verständigungsmöglichkeiten ist Ste. Marie-aux-Mines auch ein sehr schönes Ausflugsziel.

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