09.08.2020 in Aktuelles

Die Kunst in der Krise

 
Atrium des TKV 2020 ohne Bestuhlung Bild Kai Merten / TKV

Ungewohnte Stille – in diesem Theatersommer, der eigentlich keiner ist. Das Atrium des Theater und Kulturvereins Bundschuh ist wie ausgestorben.

Die Aktiven, die Schauspieler, die Maskenbildner, die Freiwilligen, die sich um die Kostüme, das Licht und den Ton  und das Bühnenbild kümmern und die fleißigen Helferlein beim Getränkeverkauf fühlen sich  ausgehebelt und handlungsunfähig  in der Warteschleife.

Die Mitglieder haben die Vorräte abgekauft, damit nichts „verdirbt“. Alles wirkt leer und verlassen, als hätte man die Zeit angehalten.

Wo sonst stetes Treiben herrscht, wo viele hundert Füße über die alten Pflastersteine laufen,

 wehen höchstens Steppenhexen.

Vor 30 Jahren in etlichen Arbeitsstunden mit reiner Muskelkraft liebevoll hergerichtet, ruht derzeit das Leben im Atrium mit seinen ca.  200 Sitzplätzen.

Peppone ärgert Don Camillo nicht und auch das doppelte Lottchen verkuppelt die Eltern ein anderes Mal.

 Der TKV ist die Institution in Untergrombach wenn es um liebgewonnene Feierlichkeiten wie beispielsweise St. Martin oder den Winterzauber geht.  „Corona bedingt“ muss St. Martin dieses Jahr ausfallen und auch der heiß geliebte und stark besuchte Winterzauber, quasi der „Untergrombacher Weihnachtsmarkt“, kann erstmals seit seiner Einführung nicht stattfinden, denn beim Winterzauber ist das Kuschelige und Gemütliche gerade das Besondere -  und mal so nebenbei: Mit Mund-Nasenschutz Waffeln backen oder Steaks grillen ist einfach nix.

Das trifft in diesem Jahr sicher viele im Landesverband Amateurtheater. Das Schlimme ist, die monatlichen Kosten laufen weiter. Jetzt wäre Gelegenheit Umbauten zu fertigen, alles mal so richtig zu bürsten und zu polieren

Auch der TKV hat ein Projekt in der Warteschleife:

Nach den neuen Brandschutzauflagen muss im „Theaterkeller“ ein Fluchtweg geschaffen werden.

Bis dahin dürfen keine Theaterstücke in dem gemütlichen Gewölbekeller stattfinden.  Gleich drei mögliche Optionen hat sich der TKV dazu überlegt und bereits vor 2 Jahren einen Bauantrag gestellt! Leider tut sich seitdem NICHTS. Mehrfach hat der Verein bereits nachgehakt, leider vergebens...

Mittlerweile hat sich die Politik der Sache angenommen. In der letzten Sitzung des Ortschaftsrates vor der Sommerpause, hat sich Heribert Gross, Fraktionsvorsitzender der SPD nach dem aktuellen Sachstand erkundigt. Der Bauantrag wurde - wie vom Baurechtamt gefordert - 2018 vom Theaterverein gestellt. Eine  Reaktion von zuständiger Stelle steht bedauerlicherweise bereits in der zweiten Spielsaison immer noch aus. "Eigentlich sollte man nach zwei Monaten einen Bescheid erhalten." stellte Heribert Gross bei seiner Anfrage fest. Es wäre ein wichtiges Zeichen für den durch die Krise gebeutelten Verein, wenn endlich grünes Licht vom Bauamt kommen würde.

Mit den Umbauten könnte man dann zukünftig ganzjährig Kunst anbieten und den Verein damit auch finanziell stabilisieren, schließlich ist der TKV weit über die Landkreisgrenze hinaus bekannt, ein nicht mehr weg zu denkender Teil Untergrombacher Kultur und wird regelmäßig und gerne von Vielen aus nah und fern besucht!

Karina Merten

Link zum Theater und Kulturverein: http://www.tkv-bundschuh.de/

29.07.2020 in Fraktion von SPD Bruchsal

Statement der SPD zum Jahresabschluss der Stadtwerke

 

Gerhard Schlegel für die SPD-Fraktion

Zum Stadtbus:

Die Tendenz zu besserer Wirtschaftlichkeit ist sehr zu begrüßen. 

Es werden nachfolgende verbessererungsvorschläge gemacht:

1. Ausstattung der Bushaltestellen mir mindestens einer Sitzgelegenheit

2. Prüfung ob angesichts der Teilung der weiherberglinie die Einrichtung einer Bushaltestelle am Hintereingang des Friedhofs möglich wäre. Dies aus dem Grund, weil der Fußweg durch den Friedhof für ältere Menschen sehr weit ist.

3. die Erneuerung der Busfahrten hin zu energiegünstigen und leiseren Fahrzeugen.

 

Zur ewb:

Die ewb ist professionell aufgestellt. Nur so ist es möglich auf dem hart umkämpften Energiemarkt ein derart gutes Ergebnis zu erzielen. Die ewb führt einen Gewinn von 3,4 mio. Euro an die Stadtwerke Bruchsal ab.

 

Zu den Stadtwerken:

Die Stadtwerke und damit die Stadt bruchsal nutzen dieses Geld nicht zuletzt um 3 Freibäder vorzuhalten. Was für eine Stadt der Größe Bruchsal  wahrscheinlich einzigartig ist.

Dazu 2 Schwimmbäder, eine eigene Stadtbusflotte, entkalktes Wasser, Fernwärme, bald einen Wohnmobilstellplatz und zusätzlich auch diverse Anstrengungen im Bereich der Nachhaltigkeit.

Viele Bürger partizipieren ganz selbstverständlich von dieser Infrastruktur - sind dann aber ganz selbstverständlich Kunden fremder Energieversorger - das ist keine Solidarität. 

Darum unser Appell „lass den Klick in deiner Stadt - auch hier und nicht nur beim Einzelhandel“.

 

Zum Schluss unser Dank an die Geschäftsführung und ein großer Dank an die Belegschaft, die in diesen schweren Zeiten den Busverkehr und den Betrieb aufrecht erhalten haben. 

 

Es gilt das gesprochene Wort 

27.07.2020 in Gemeindenachrichten

Unser Baggersee!

 

Am Mittwoch war es bereits Thema in der Ortschaftsratssitzung: Unser Baggersee!

 Letzten Sonntag, 19.07.2020 war der See und das angrenzende Wohngebiet völlig überfordert. Überfordert mit badefreudigen Menschen, überfordert mit Autos die Einfahrten zugeparkt hatten. Anwohner kamen nicht mehr aus ihren Grundstücksausfahrten.

Um solche Vorkommnisse zukünftig zu vermeiden hat die Stadt Bruchsal am Mittwochabend noch einen Maßnahmenkatalog beschlossen:

An den Zufahrten zum Wohngebiet der Joß-Fritz-Straße, der Max-Reger-Straße und der Einfahrt „Im Sand“ sollen „Verbot für Fahrzeuge aller Art“ Anlieger frei Schilder aufgestellt werden. Diese Schilder samt Absperrschranken wurden aufgestellt. Ergänzt durch ein Schild mit der Aufschrift „Baggersee überfüllt“ . Damit sollte die Zufahrtmenge deutlich reduziert werden. Mit dem Schild „Anlieger frei“, sollte die uneingeschränkte Zufahrt zum Edeka, den Anwohnern, den Besuchern der Eisdiele und den Vereinen gewährleistet werden.

Vor Ort bei einer Begehung gegen frühen Abend ließ sich feststellen, dass der Parkplatz am See geschlossen war, weil bereits 250 Fahrzeuge parkten. Davon waren ¾ der Autos auswärtig. Der Kassierer war nicht mehr vor Ort, dank dem Wachdienst wurde verhindert, dass anschließend weitere Autos auf den Parkplatz fahren konnten. Der Kassenwart hat gegen 15:30 Uhr das Gelände verlassen war dann nicht mehr zurückgekehrt, laut WSD (Wachdienst) hätte er an der Schranke 100 Meter weiter vorne, weitere Autos abweisen sollen.

Etliche Fahrzeuge hatten offensichtlich die Sperrung und die Beschilderung an den Einfahrtstraßen ignoriert, denn viele Fahrzeuge parkten im Wohngebiet oder auf Vereinsgelände und warteten bis 18 Uhr, um dann durch die geöffneten Barrieren fahren zu können ohne die Gebühr fürs Parken zahlen zu müssen, so äußerten sich die Wartenden!!

Zusätzlich zu den Schildern sollten bei Einfahrt ins Wohngebiet Handzettel verteilt werden. Leider gab es Samstag noch keine Handzettel, allerdings wurden neue Tafeln mit den Regulären rings um den See aufgestellt.

 Eine weitere Maßnahme sollte durch das Ordnungsamt erfolgen, nämlich dass der „ruhende Verkehr“ stärker überwacht wird. Leider kam auch das nicht zu Stande, das Ordnungsamt war nicht vor Ort zu sehen.

Der Sicherheitsdienst an den Absperrschranken hatte keine Handlungsbefugnis und auch die Sicherheitsleute, die am See für Sicherheit sorgen sollten, hatten keine eindeutigen Anweisungen. Da kamen z.B. Fragen auf wie: Dürfen Tiere auf das Gelände und wenn ja, mit Leine? Ist es verboten, eine Slackline ins Naturschutzgebiet zu spannen?

 Positive Feststellung war, dass ein kompletter Toilettenwagen vorhanden war und weitere vier Dixi-Toiletten. Die geplante Pressemitteilung im „Schwäbischen“ mit der Information, der Baggersee in Untergrombach sei überfüllt oder eine Verkehrs Mitteilung im Radio ist unseres Wissens nicht bekannt.

Auf der Liegewiese befand sich unter anderem ein Kugelgrill auf dem Gelände trotz „Grillen verboten“.

 Den DLRG angesprochen gab er an, dass es diese Woche schon wesentlich besser sei als die Woche zuvor. Wenn weniger Badegäste da sind ist die Sicherheit der Menschen besser zu gewährleisten.

Folgende Punkte gilt es zu optimieren:

  • Fahrzeug mit einem Auswärtige Nummernschild, die  einfahren möchten sollen nach dem Grund gefragt und zur Not auch mal der Wohnort überprüft werden und im Zweifel die Einfahrt untersagt werden.
  •  Außerdem befürworten wir eine Schrankenschließung um 22 Uhr wie angegeben. Würden die Schranken schließen, wäre schneller Ruhe am See und die Anwohner würden nachts nicht durch Partylärm gestört werden.
  • Die Wachdienste sollen besser über ihre Befugnisse aufgeklärt werden.
  • Das Ordnungsamt muss mehr kontrollieren, immerhin kann für unbefugtes Einfahren eine Gebühr bei PKW von 20 Euro erhoben werden, Parken kostet dann 30 Euro. Das würde die Kassen der Stadt befüllen. Wenn der Baggersee wegen Überfüllung geschlossen ist, dann das Zeitfenster von der Überfüllung bis 18.00 Uhr, vor allem im Wohngebiet.
  • Die Parkgebühr muss korrekt und dauerhaft abgeführt werden.

Es bestünde weiter die Möglichkeit, einen Arbeitskreis zu bilden unter Miteinbeziehung von Anwohnern und den Kommunalen Gremien.

 

Wir wollen KEINE Schließung des Sees, für unsere Mitbürger sollten wir das unbedingt verhindern. Das ist in unseren Augen nicht die richtige Antwort. Wenn alle angeordneten Organe ihren Dienst korrekt ausüben, würde man die Situation gut in den Griff bekommen.

 

Karina Merten
 

Mehr dazu unter: Aktuelles aus dem Ortschaftsrat - Chaos am Untergrombacher Baggersee

22.07.2020 in Wahlen

Auf einen Kaffee mit...

 
Auf eine Kaffee mit Alexandra Nohl

Alexandra Nohl, unserer designierten SPD-Kandidatin für die kommenden Landtagswahlen.

22.07.2020 in Gemeindenachrichten

Der Berg ruft...

 
Der Berg ruft und wir strömen, in Zukunft mit mehr Bedacht und Rücksicht und Vernunft

-- schwer zu schätzen wie viele Liebeserklärungen oder „Ja Worte“ dieser Berg schon gehört hat. Die wunderbare Natur war längst vor uns da und könnte Geschichten erzählen: Flora und Fauna sind einzigartig nicht umsonst ist der Berg Naturschutzgebiet. Die Michaelsberger Kultur, die Orchideen und die Hohlwege sind nirgendwo sonst zu finden  in dieser Region und wenn ich mir anschaue was für Nummernschilder die Fahrzeuge tragen, die  oben parken oder die sich den Weg nach oben erkämpfen, hat sich die Schönheit unseres Berges offensichtlich schon ganz weit herum gesprochen, denn von Schwaben bis Rhein-Neckar, selbst in die schöne Pfalz hat sich die Kunde vom edlen Berg verbreitet!
Kürzlich haben wir den Weg hoch erklommen auf den Berg und sind auf dem schmalen Feldweg bis zum Parkplatz gelangt. Dieser war leider völlig überfüllt und so parkten viele ihr Fahrzeug auf einem Freizeitgrundstück das „irgendjemandem“ gehört. So tun dass alle anderen schließlich auch, wenn nötig wird auch bis direkt an die Schranke gefahren, wen interessiert schon ein Halteverbot Schild?

 Auch wir haben unseren Picknickkorb dabei und versuchen noch ein Plätzchen mit wunderbarer Aussicht unterhalb der Kapelle zu finden. Die Herausforderung hier besteht darin, ein sauberes Plätzchen zu finden ohne Zigarettenstummel, ohne Müll, den andere vergessen haben wegzuräumen und möglichst so, dass wir nicht in den Rauchschwaden unserer Nachbarn sitzen. Denn leider wird besonders hier trotz Naturschutz und Rauchverbot wegen Waldbrandgefahr geraucht und anschließend werden die Kippen einfach auf dem Boden ausgetreten, gerade so, als würden die Filter kompostieren...was ja völliger Unfug ist – weil Plastik und so...!!

Unser Berg ist bekannt von Karlsruhe bis Mannheim als Ausflugsziel, als Highlight für Verliebte, um hier den Sonnenuntergang zu beobachten. Ein Highlight bleibt aber nur ein Highlight, wenn es auch als solches behandelt wird, mit Respekt Rücksicht, in diesem Fall Achtsamkeit. Dazu gehört ebenfalls, dass ich angemessen mit meinem Fahrzeug hinauffahre und dort parke, wo parken gestattet ist, mich an die Geschwindigkeitsbegrenzung halte, die Lautstärke nicht überschreite und nach meinem „Vergnügen Michaelsberg“ meinen Müll wieder mit nach Hause nehme oder in die vor Ort angebrachten Behältnisse einfülle. Ist das denn so schwer? Das hat was mit Verantwortungsgefühl zu tun, Verantwortung gegenüber sich selbst, der Natur, den Mitmenschen. Denn schließlich soll der Michaelsberg das bleiben was er seit ewigen Zeiten war und ist:

 Ein besonders schöner Anziehungspunkt und ein Highlight unserer Region.
Wir leben in einer schönen Region und es ist völlig klar, dass sich bei wunderbarem Wetter ganze Heerscharen aufmachen Richtung Berg. Aber wie so oft im Leben so gilt auch hier:

Des einen Freud, des anderen Leid. Ich habe Verständnis für die Wanderer, Mountainbiker, Spaziergänger und was sich sonst noch  auf dem Berg tümmelt...außerdem gibt es viele Mitbürgerinnen und Mitbürger die auf dem Michaelsberg ein kleines Gartengrundstück besitzen,  um dort Obst, Gemüse oder sogar Wein anzubauen oder einfach nur die Jahreszeit  zu genießen.

Das ist die eine Seite, die andere Seite sind Anwohner, die von früh bis spät, besonders bei schönem Wetter und am Wochenende, von Verkehrslärm geplagt sind. Zwar endet die 30er Zone am Ortsschild, jedoch wird die folgende 50 Zone komplett ignoriert als müsse man Schwung holen, um auf den Berg hinauf zu kommen und das klappt natürlich am besten mit mindestens 80 km/h.

 Bei schönem Wetter natürlich im Cabriolet, damit das Haar so richtig schön vom Winde verweht wird. Wer jetzt meint, es handelt sich bei den Rasern um Jugendliche und junge Erwachsene, der irrt ganz gewaltig, denn gerade die „Midager “ scheinen ebenso viel Temperament zu haben, wie das Jungvolk. Da muss sich schon mal eine Dreijährige mit ihrem Laufrad ins Gebüsch retten, um nicht erfasst zu werden, weil es leider keinen Gehweg gibt. Autos, Fahrräder, Fußgänger, Erwachsene, Kinder, alle teilen sich die schmale Straße an der zwei Fahrzeuge stellenweise nur vorsichtig aneinander vorbeikommen. Ich plädiere für gegenseitige Rücksichtnahme!  Wie so oft im Leben fällt es schwer, selbst den ersten Schritt zu machen. Muss erst etwas passieren?

Der Berg ruft und wir strömen, in Zukunft mit mehr Bedacht und Rücksicht und Vernunft.

 

Karina Merten

 

BNN berichtet am 27. Juli dazu

unter weiterlesen >>

08.07.2020 in Gemeinderatsfraktion von SPD Bruchsal

Fraktion intern: Themen B35-Ostumgehung, Landschaftsschutzgebiet Kraichgaurand, Mobilität und sozialer Wohnungsbau

 

Die SPD-Gemeinderatsfraktionsvorsitzende Anja Krug und Stadtrat Fabian Verch im Dialog:

08.07.2020 in Gemeinderatsfraktion von SPD Bruchsal

Fraktion intern: Thema Bildung

 

SPD-Landtagskandidatin Alexandra Nohl und Stadtrat Fabian Verch im Dialog:

08.07.2020 in Gemeinderatsfraktion von SPD Bruchsal

Landschaftsschutzgebiet „Bruchsaler Kraichgaurand“ / Vorschlag zur Ausweisung

 

Fabian Verch für die SPD-Fraktion

 

Frau Oberbürgermeisterin, Herr Bürgermeister, Frau Korin, meine Damen und Herren,

 

die SPD-Fraktion freut sich über die positive Willensbekundung der Stadtverwaltung Bruchsal, ein Landschaftsschutzgebiet „Kraichgaurand“ einzurichten, zumal dies ein SPD-Antrag war.

 

Gründe hierfür gibt es reichlich:

Streuobstlandschaften, wie sie in dem hoffentlich baldigen Landschaftsschutzgebiet „Krauchgaurand“ bestehen, bedeuten Artenschutz, Klimaschutz, Kulturgut und Naherholung.

Der gewaltige Rückgang der Streuobstbestände spricht eine deutliche Sprache. Wir haben keine Zeit mehr, sondern müssen schnellstens etwas tun gegen diese extreme Gefährdung des möglichen Weltnaturerbes Streuobst.

Das Nürtinger Streuobstmemorandum 2018 spricht sich für eine Würdigung der Streuobstlandschaften als UNESCO-Welterbe in der Kategorie „organische Kulturlandschaften“ aus.

 

Ich zitiere aus diesem Positionspapier:

„Eine lineare Fortsetzung der negativen Bestandsentwicklung seit 1965 ergibt, dass Mitte des 21. Jahrhunderts in Baden-Württemberg keine nennenswerten Streuobstbestände mehr vorhanden sein werden. Neben den Beständen selbst sind damit auch die genetische Vielfalt sowie das gesamte Kulturgut massiv bedroht.“ 

Genau das sollten wir nicht wollen.

Oftmals fragt man sich, was Kommunalpolitik für den Umweltschutz leisten kann. Hier bietet sich ein ganz konkretes Beispiel für unsere tatsächlich vorhandene Handlungsfähigkeit. Nehmen wir diese Chance wahr!

Die Unterschutzstellung ermöglicht die Refinanzierung der Pflegekosten durch das Land. Dies kann motivierend wirken, dass sich mehr Leute an der Pflege beteiligen bzw. diejenigen, die dies bereits tun, nicht auf ihren Kosten sitzenbleiben. 

Wir bitten die Stadt, mit konkreten Maßnahmen darauf hinzuwirken, dass die notwendigen Pflegemaßnahmen umgesetzt werden - im Übrigen auch beim Naturschutzgebiet Rotenberg.

Auch dem zweiten Teil des Beschlussantrags werden wir zustimmen. 

Selbstverständlich müssen auch hier wieder die beteiligten Akteure an einen Tisch gebracht werden. 

 

Vielen Dank!

07.07.2020 in Aktuelles

Heribert Gross zum stellvertretenden Ortsvorsteher für Untergrombach gewählt

 

Mit großer Mehrheit folgte der Gemeinderat dem Votum des Untergrombacher Ortschaftsrats und wählte Heribert Gross als stellvertretenden Ortsvorsteher. Der 53jährige Sozialdemokrat und Ortsvereinsvorsitzende engagiert sich seit 6 Jahren im Ortschaftsrat.

Motiviert und nah bei den Menschen freut sich Heribert Gross auf sein neues Amt. Für die SPD-Fraktion im Gemeinderat gratulierte Fraktionsvorsitzende Anja Krug "Herzlichen Glückwunsch, lieber Heribert! Wir freuen uns auf deinen vollen Einsatz für Untergrombach ".

07.07.2020 in Gemeinderatsfraktion

Karl Mangei als Gemeinderat verabschiedet

 

Lieber Karl,

es gibt Situationen, da wünscht man sich ein schlaues Handbuch für Fraktionsvorsitzende, in dem einem z. B. erklärt wird, wie man eine Abschiedsrede hält für jemanden, den man eigentlich gar nicht so richtig verabschieden will. Dieses Handbuch gibt es nicht und es kann es auch nicht geben, weil jeder einmalig ist. So war auch die Zusammenarbeit mit dir hier im Gemeinderat.
Fünfmal wurdest du in dieses Gremium gewählt, die Menschen haben dir über die Jahre immer stärker ihr Vertrauen in Form von Stimmen geschenkt. Zählt man deine 36 Jahre im Ortschaftsrat und die Zeit im Kreistag dazu, dann toppen deine aktiven Jahre in der Politik das Durchschnittsalter deiner Gemeinderatsfraktion um Längen.
In diesen Jahren hattest du immer einen sehr klaren sozialdemokratischen Kompass: Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität.
Die Freiheit, Ideen zu entwickeln und auszuprobieren. Sich die Freiheit zu nehmen, neue Interessen zu entdecken. Den bei vielen Kommunalpolitikern beliebten Absolutheitssatz „Des hamma immer so gmacht“ - habe ich von dir in 16 gemeinsamen Jahren mit Mandat nie gehört.

Die Gerechtigkeit, Menschen Chancen zu geben, auch mal Geduld zu haben und Ressourcen fair zu verteilen. Du hast beispielsweise als die für Untergrombach sehr unbequeme Debatte um eine Flüchtlingsunterkunft losging, sehr klar Haltung bewiesen für geflüchtete Menschen. Auch zum Preis privater Freundschaften. Weil du überzeugt warst, so gerecht zu handeln.
Die Solidarität, gerade den Menschen gegenüber, die sich in schwierigen Lebenslagen befinden. Für diese hast du dich besonders eingesetzt. Als Aufsichtsrat in der Wohnbau, im Kuratorium Kindergarten und dann, wenn es um Jugendliche und ältere Menschen ging.
Dir war es immer wichtig, nah bei den Menschen zu sein. Du warst dafür gerne unterwegs, hast eine Vielzahl an Terminen wahrgenommen und unzählige Gespräche geführt. Deine Zugewandtheit und dein Humor öffnen dir dabei manche Türe. So gelingt es dir auch immer wieder, Menschen zu für deine Ideen zu begeistern, miteinander zu vernetzen und gemeinsam Ziele zu erreichen. Du warst dabei innerhalb der Fraktion immer ein Teamspieler, hast dich loyal hinter dein Team gestellt und auch mal etwas ausgeputzt, wenn es nötig war. Es ging dir beim Politikmachen nie um dich als Person, sondern um die Idee, die dich begeistert hat.
Im Gemeinderat warst du ein Kollege, der deutlich zu hören war – mit Herz und Haltung. Und auf den man gehört hat. Und zugehört hat – auch wenn man anderer Meinung war. Du argumentierst authentisch, mit Leidenschaft und Überzeugung. Dabei kannst du sehr hartnäckig sein, wenn es um die Sache geht. Aber so sind dir auch große politische Erfolge gelungen beim Wohnungsbau, bei der Ganztagsbetreuung, im Umweltbereich, um nur einige Beispiele zu nennen.
So hart das in der Sache sein konnte, so selbstverständlich war es für dich, dass man auch außerhalb der Sitzung Raum brauchte, sich kennenzulernen und auszutauschen. Du warst derjenige, von dem fast immer die Initiative zur Nachsitzung ausging und mit dem man immer im guten Austausch sein konnte.
Hartnäckiger Brückenbauer – auch das charakterisiert dich. Für Europa, für Frieden und Miteinander brennst du. Das zeigt sich im Herzblut, das du für die Partnerschaft zwischen Untergrombach und Ste-Marie-aux-Mines besonders, aber auch für alle Städtepartnerschaften gezeigt hast. Frieden, Völkerverständigung und Aussöhnung sind für dich Prozesse, an denen immer wieder gearbeitet werden musst – das hast du mit deiner politischen Arbeit sehr deutlich . Ebenso deutlich machst du das in Bezug auf die Aussöhnung mit den Opfern des Holocaust. Ich erinnere mich an unser intensives Gespräch in Yad Vashem. Aber auch an deinen großen Einsatz für das Holocaustgedenken bei uns in Untergrombach und die Vehemenz und Überzeugung, mit der du dich für den Gedenkstein in der Ortsmitte eingesetzt hast. Mittendrin. Im Bewusstsein der Menschen.
Du grenzt dich, dein politisches Denken und Handeln klar ab gegen jede Form von Rassismus, Gewalt und Ungerechtigkeit. Dazu beziehst du laut und klar Stellung.
Deine Haltung, deine offene, aufgeschlossene Art hat uns als Fraktion, hat dem Gemeinderat gutgetan. Damit hast du Türen für Ideen und Herzen der Menschen geöffnet. Nie anbiedernd, immer authentisch mit dem Humor, der einem rät, Bürgergespräche im Sommer an der Kühltruhe des Supermarkts zu suchen.
Genauso authentisch ist, dass du dir den Zeitpunkt deines Abschieds im Gemeinderat selbst gewählt hast. Du hast mir einmal gesagt, dass es dich irritiert hat, einst als jüngstes Mitglied in den Gemeinderat gewählt worden zu sein und diesen Status nach zehn Jahren immer noch zu haben. Du wolltest immer auch, dass jüngere Menschen und andere Ideen eine Chance haben. Ein weiterer Grund, der deine Entscheidung zu gehen nachvollziehbarer macht, so sehr ich sie persönlich bedauere. Du bist für mich einer der Menschen in der SPD, bei denen ich das erste Wort von „Parteifreund“ streiche.
Deshalb: einfach danke, lieber Karl! Danke im Namen aller Fraktionen im Bruchsaler Gemeinderat, besonders im Namen deiner SPD für deine Ideen, deine Tatkraft, deinen Humor, dein Engagement und für deine tiefe Überzeugung für die Menschen Politik zu gestalten.

Alles Gute für deine Zeit ohne Mandat, die du als politischer Mensch und Privatperson mit guten Ideen und Aktionen füllen wirst.

Glück auf, lieber Karl!

Anja Krug für die SPD-Fraktion

Zum Beicht der BNN unter weiterlesen >>

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