Stadtverband
Am Samstag den 27. Januar 2018 fand das alljährliche Neujahrsgespräch des SPD Stadtverbandes Bruchsal und aller Ortsteile statt.
Der Festsaal des Pfarrzentrums St. Wendelinus erfreute sich zahlreicher Gäste. Gestartet wurde traditionell mit einem Sektempfang, es folgten herzliche und wertschätzende Worte von Frau Oberbürgermeisterin Petzold -Schick. Sie resümierte ihr Wahlkampfjahr 2017 und bedankte sich für die Unterstützung der SPD bei Veranstaltungen und Aktionen.
Mit einem Stückchen Kuchen und einer Tasse Kaffee gestärkt konnte es nun weitergehen:
Highlight des Tages war mit Sicherheit die angekündigte Polittalkrunde in der MdL Daniel Born und Kreistagsfraktionsvorsitzender Markus Rupp die sich den Fragen unserer Expertin Anja Krug stellten.
So begann sie gleich wortgewandt die präzise vorbereitete Diskussion mit den beiden Politikern.
Der Bürgermeister von Gondelsheim Markus Rupp beklagte unter anderem die Geldnot, die die Kommunen seit der Regierung von Grün/Schwarz erleiden. Das Land erhalte zwar Gelder vom Bund, aber diese Gelder kommen nicht bei den Kommunen an. Die Vorweggentnahme habe sich erhöht. Erschwerend würden vom Bund Auflagen vorgegeben, deren Umsetzung und Einhaltung nicht reell dargestellt werden kann.
Zum Thema Digitalisierung wurde Daniel Born emotional. Die derzeitigen von der Deutschen Telekom angebotenen Vorschläge seien schwierig. Auch wenn es nicht optimal ist, müssen wir in Bruchsal froh über das Telekomangebot sein, da uns – sofern es erfolgreich ist – viel Geld erspart bleibt, das wir für andere wichtige Dinge ausgeben könnten! Wohl wissend, dass eine schnelle Anbindung eine große Rolle für die Attraktivität einer Kommune spielt.
Und weil es DAS Thema überhaupt ist wofür er brennt, biss sich Daniel Born auch gleich beim Sozialen Wohnungsbau fest. Es fehle an bezahlbarem Wohnraum und die Politik habe Jahrzehntelang versäumt sich darüber ernsthafte Gedanken zu machen. Hier klaffe das Land auseinander, in manchen Gemeinden und Städten wurde jüngst sozialer Wohnraum geschaffen, andernorts passiere rein gar nichts. Dies sei unbedingt Aufgabe der SPD immer wieder dafür zu werben und Projekte, die den Sozialen Wohnungsbau fördern, zu bevorzugen.
Anja Krug gelang es durch geschickte Fragestellungen nach den Sondierungsverhandlungen heftige Emotionen bei beiden Politikern und im Saal auszulösen. Hierzu gehen die Meinungen in der Partei aus guten Gründen auseinander.
Daniel Born brachte es auf den Punkt in dem dafür warb, dass die SPD wieder die Partei „des kleinen Mannes“ sein sollte in der sich jeder wiederfindet.
Neza Yildirim unsere ehemalige Bundestagskandidatin wünschte sich von der SPD Klarheit und Konsequenz weil wir“nur so an Glaubhaftigkeit gewinnen können“.
Daniel Born, kein „Brotgelehrter“ Politiker sondern ein Mann mit Idealismus und dem festen Glaube daran etwas bewegen zu können, überzeugte die Zuhörer und diese Menschlichkeit ist es, die ihn so sympathisch macht.
Das trifft auch auf Markus Rupp zu, der bereits seit 20 Jahren Bürgermeister mit Herz für seine Gondelsheimer ist.
Heribert Groß bedankte sich bei den drei Politgrößen für ihr Engagement und bei Anja Krug für die gelungene Moderation.
Nach einer sicherlich anspruchsvollen Debatte, genehmigte sich der ein oder andere noch ein feines Süppchen bevor man sich auf den Heimweg machte, denn das nächste Highlight steht bereits auf der Agenda: Der Besuch der Friedrich Ebert Gedenkstätte in Heidelberg... na dann auf geht´s in ein spannendes Jahr 2018.
Karina Merten
Der SPD Stadtverband Bruchsal lädt für Samstag, den 27.01.2018 ab 15:00 Uhr zu den "Neujahrsgesprächen 2018" in das Pfarrzentrum St. Wendelinus nach Bruchsal Untergrombach in die Franz-Liszt-Str. 51 ein.
Die Veranstaltung, die dieses Jahr von dem Ortsverein Untergrombach ausgerichtet wird, bietet in politisch spannenden Zeiten Gelegenheit zum politischen Meinungsaustausch und Informationen und Unterhaltung für Mitglieder der SPD und politisch interessierte Bürgerinnen und Bürger aus der Region.
Redner sind diesmal der Gondelsheimer Bürgermeister Markus Rupp (SPD) und der Landtagsabgeordnete Daniel Born (SPD) mit aktuellen Informationen aus Kreis und Land.
Auch die Lage der SPD nach den Sondierungsgesprächen in Berlin wird sicher ein Thema sein.
Die S-Bahn-Haltestelle ist in knapp zehn Minuten zu Fuß zu erreichen, Parkmöglichkeiten sind bei Anfahrt über die Wendelinusstraße reichlich vorhanden und für das leibliche Wohl wird durch den Ortsverein Untergrombach bestens gesorgt werden.
Die Ortsvereine freuen sich auf interessante Gespräche und viele Gäste.
Den Flyer mit der Einladung finden Sie hier ...
Flucht aus Afrika und ihre Ursachen – ein brisantes Thema, zu dem 30 Interessierte der Einladung des SPD-Stadtverbandes in die Wendelinusklause Untergrombach gefolgt waren. Nach der engagierten Einführung von SPD-Gemeinderätin Alexandra Nohl referierte Stefan Rebmann aus Mannheim, MdB. Nach wenigen Sätzen war klar, es handelt sich offensichtlich um ein Herzensthema!
65 Mio Menschen weltweit befinden sich derzeit auf der Flucht. Tendenz steigend.87% davon bewegen sich übrigens in einem Umkreis von 200 bis 300 Kilometer, denn erstens wollen diese Menschen wenn möglich wieder zurück und außerdem möchten sie nicht in eine völlig fremde Kultur. Lieber leben oder besser hausen sie in einem Flüchtlingscamp wie z.B.in Kenia mit 500000 Menschen!
Was hat das mit unserem Konsum zu tun?
Als Hauptursachen für eine Flucht haben sich Krieg, Gewalt, fehlende Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechtsverletzungen und Folgen des Klimawandels heraus kristallisiert.
Wichtig hierbei ist zu unterscheiden, handelt es sich um Wanderungsbewegungen oder um Migrationsbewegungen. Zur Verdeutlichung erwähnte Rebmann den Frost im April. Hierzulande werden die Bauern vom Staat finanziell unterstützt wenn ihnen die Ernte durch Naturgewalt ruiniert wird. In Afrika gibt es solche Hlfen nicht. Armut Hunger und Epidemien sind die häufigsten Fluchtursachen! Dort herrsche laut Rebmann permanente Perspektivlosigkeit, die nicht einmal die Grundbedürfnisse Arbeit & Leben bzw. Brot & Leben garantieren - trotz europäischem Wirtschaftsabkommen mit Afrika!
Aktuell sind mehr Menschen in den Drittstaaten versklavt als zur Zeit des Sklavenhandels in Amerika. Geschätzt handelt es sich weltweit um mehr als 35,8 Millionen moderne Sklaven.
Wäre der Appell einen Aktionsplan für Unternehmer zu erstellen? Zum Einen ja, aber an dieser Stelle muss sich ein Jeder fragen, Welchen Einfluss hat mein Verhalten als Verbraucher auf die Lebensumstände einer Näherin in Bangladesch wenn ich als Endkunde nur günstig einkaufen möchte?
Es wird deutlich, dass es die Aufgabe der Politik ist, Rahmenbedingungen so zu setzen, dass es fair ist und dass nicht nur auf Mindestlöhne auch in Drittstaaten geschaut wird sondern besonders deren Nachhaltigkeit im Fokus steht.
Als Nennbeispiel dient hier das 4,99 Euro T-Shirt, bei dem der Arbeitslohn bei 0,049 ct liegt.
Jeder Flüchtling kostet hier bei uns mehr an Unterbringung Beschulung etc. zielgerichtet wäre das Geld z.B. in Uganda in Entwicklungsarbeit, nicht Entwicklungshilfe zu investieren. Um die Nachhaltigkeit zu garantieren, müssen wir die Eigensteuerquote im Auge haben.Wir brauchen sinnvolle Wirtschaftspatenschaften der EU mit Afrika und einen nationalen Aktionsplan.
Was kann nun jeder einzelne tun? Hier rät Rebmann zum Kauf von Fair Trade Produkten, die mittlerweile in jedem Supermarkt zu finden sind. Letztendlich muss aber die Politik die Rahmenbedingungen schaffen. Dazu wären Veränderungen in der europäischen Rechtssprechung notwendig.
Wanderungsbewegungen rund um den Globus sind seit Menschengedenken normal, schon immer zwingen äußere Umstände die Menschen zu reagieren. Vietnam rechnet beispielsweise mit 10 Mio Klima Vertriebenen in den nächsten Jahren, durch die Erhöhung des Meeresspiegels verschwinden ganze Inselstaaten und werden heimatlos!
Alles nur Schwarzmalerei? Als Lösungsansatz wirkt in erster Linie die Konfliktprävention, es bedarf vielerorts einer Rechtsstaatlichkeit, einer Sicherheitspolitik, es braucht gute Arbeit weltweit und eine bewusste Klima und Umweltpolitik.
Eine humanistische Gesellschaft, die dieses Prädikat verdient, sollte beginnen globale Probleme mit nationalen Antworten zu lösen. ILO Kernarbeitsnormen, transparente Lieferketten, soziale Sicherungssysteme und handlungsfähige Gewerkschaften.
Menschen sollten von ihrer Arbeit leben können. So lautete das Fazit der Veranstaltung. Ein hitziger Abend in vielerlei Hinsicht!
Bundestagsabgeordneter Rebmann nahm uns mit auf eine Reise rund um den Erdball und legte den Finger in manch eine Wunde. Informativ, sachlich und auf dem Punkt!
Karina Merten
Am 27.04.2017 um 19:00 Uhr traf sich der SPD Stadtverband zu seiner jährlichen Hauptversammlung im Wallhall Bruchsal. Nachdem der Tätigkeitsbericht sowie die Entlastung und die Wiederwahl des bisherigen Vorstands abgearbeitet waren, standen die OB-Wahl und die Bundestagswahl 2017 im Fokus der gut besuchten und lebhaften Veranstaltung. Der Stadtverband und die Ortsvereine werden den Wahlkampf der bisherigen OB Cornelia Petzold-Schick unterstützen. Angedacht sind neben direkter Wahlkampfunterstützung auch Informationsveranstaltungen zu ihrem bisherigem aus Sicht der SPD positiven Wirken. Hierzu sollen die Online-Medien, Veranstaltungen und sonstigen Formate genutzt werden. Für den Bundestagswahlkampf beginnt die Bestellung von Wahlkampfpräsenten durch den Stadtverband. Auch hier wurden einige Ideen ausgetauscht, um das Umfeld des Wahlkampfs interessant zu gestalten. Im Zentrum werden natürlich die Wahlkämpfer und ihre inhaltlichen Aussagen stehen.
Die SPD Bruchsal unterstützt Martin Schulz als Kanzlerkandidat und wird sich mit aller Kraft für ihn einsetzen!
Für die Homepage des Stadtverbands wurde eine Roadmap für den Neuaufbau beschlossen. Der Neuaufbau wird noch etwas dauern, aber das Facelifting unserer Seite kommt!
Am 27.04.2017 um 19:00 Uhr traf sich der SPD Stadtverband zu seiner jährlichen Hauptversammlung im Wallhall Bruchsal.
Nachdem der Tätigkeitsbericht sowie die Entlastung und die Wiederwahl des bisherigen Vorstands abgearbeitet waren, standen die OB-Wahl und die Bundestagswahl 2017 im Fokus der gut besuchten und lebhaften Veranstaltung.
Der Stadtverband und die Ortsvereine werden den Wahlkampf der bisherigen OB Cornelia Petzold-Schick unterstützen. Angedacht sind neben direkter Wahlkampfunterstützung auch Informationsveranstaltungen zu ihrem bisherigen aus Sicht der SPD positiven Wirken. Hierzu sollen Online-Medien, Veranstaltungen und sonstige zur Verfügung stehende Formate genutzt werden.
Für den Bundestagswahlkampf beginnt die Bestellung von Wahlkampfpräsenten durch den Stadtverband. Auch hier wurden einige Ideen ausgetauscht, um das Umfeld des Wahlkampfs interessant zu gestalten. Im Zentrum werden natürlich die Wahlkämpfer und ihre inhaltlichen Aussagen stehen.
Die SPD Bruchsal unterstützt Martin Schulz als Kanzlerkandidat und wird sich mit aller Kraft für ihn einsetzen!
Für die Homepage des Stadtverbands wurde eine Roadmap für die Weiterentwicklung beschlossen.
Am Donnerstag, den 27.4.2017 findet um 19 Uhr in der Gaststätte „Walhall“ in Bruchsal die jährliche Stadtverbandssitzung des SPD Stadtverbands Bruchsal statt.
Eingeladen sind die Mitglieder des Stadtverbands:
... und alle Freunde der SPD und interessierte Bürger.
Die Tagesordnung findet ihr hier.
Das diesjährige Neujahrsgespräch des SPD-Stadtverbandes fand in der Aula der Bruchsaler Johann-Peter-Hebel-Schule statt. Gerhard Schlegel, stellvertretender Vorsitzender des ausrichtenden Ortsverein Bruchsal, freute sich, zahlreiche Genossinnen und Genossen aus allen Bruchsaler Stadtteilen und der Kernstadt begrüßen zu können. Sein besonderer Willkommensgruß galt der Bruchsaler Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick, dem SPD-Landtagsabgeordneten Daniel Born und der Bewerberin für den Bundestagswahlkreis Bruchsal-Schwetzingen, Neza Yildirim.
In ihrem anschließenden Grußwort betonte Oberbürgermeisterin Petzold-Schick die Werte der Solidarität und der Freiheit, die für die SPD und für eine offene Gesellschaft handlungsleitend seien. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der SPD-Gemeinderatsfraktion wurde von ihr gelobt. Mit herzlichem Applaus unterstrichen die Genosinnen und Genossen, dass sie Frau Petzold-Schick gerne bei ihrer erneuten Kandidatur bei der Wahl zur Oberbürgermeisterin im Juli unterstützen werden.
Die politische Situation in Baden-Württemberg bildete den Schwerpunkt der folgenden Rede des Landtagsabgeordneten Daniel Born. Er berichtete über die Notwendigkeit günstigen Wohnraum zu schaffen. Enttäuscht zeigte sich der wohnungsbaupolititsche Sprecher der SPD-Landtagsfraktion darüber, dass die zuständige Ministerin nicht alle nötigen Schritte unternehme, um den Mangel an bezahlbaren Wohnraum in den Wachstumsregionen zu beheben. Daniel Born mahnte auch, im Kampf gegen Rechtspopulisten nicht nachzulassen - gerade die Erinnerung an die, von den Nationalsozialisten ermordeten Sozialdemokraten, Ludwig Marum und Josef Heid zeige die Notwendigkeit, sich gegen Rassismus zu positionieren. In einem motivierenden Schlusswort warb er dafür, Neza Yildirim und Martin Schulz bei der Bundestagswahl im September zu unterstützen.
Engagiert stellte sich Neza Yildirim den Besuchern des Neujahrsgesprächs vor. Glaubwürdig legte die Juristin dar, wie wichtig es ihr ist, sich für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf einzusetzen. Als ehemalige Gemeinderätin kennt sie auch die Anliegen der Menschen vor Ort und aufgrund ihrer eigenen Zuwanderungsbiographie kennt sie die entsprechenden Herausforderungen aus eigenem Erleben.
Den inhaltlichen Schwerpunkt bildete ein Referat über Populismus. Fundiert erläuterte Andreas Hässler, Dozent bei der Landeszentrale für Politische Bildung, Begriff, Erscheinungsformen und Ursachen populistischer Bewegungen und Parteien. Er erläuterte, welche Zielgruppen sich besonders empfänglich für die von Populisten formulierten scheinbar einfachen Lösungen komplexer Probleme angesprochen fühlten. Strategien im Umgang mit Vertretern rechtspopulistischer Parolen bildeten einen Schwerpunkt seines Vortrags. Hier betonte der Referent die Notwendigkeit, durch gezieltes Nachfragen Detailtiefe einzufordern und sich klar gegen diskriminierende Positionen abzugrenzen. Diesen konkreten Strategien galten die meisten Redebeiträge am Ende des nachdenklich stimmenden Vortrags.
Gut informiert und mit großer Motivation im Hinblick auf die Wahl der Bruchsaler Oberbürgermeisterin am 9. Juli und den Wahlen zum Deutschen Bundestag am 24. September, endete für die Mitglieder und Gäste des SPD-Stadtverbands Bruchsal ein anregender politischer Jahresauftakt.
Anja Krug
Am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus gedachten Nachkommen und Mitglieder des SPD Stadverband Bruchsal dem verschleppten und ermordeten SPD Landtagsabgeordneten der Badischen Republik - Josef Heid .
Gestorben für die Freiheit
Josef Heid
Josef Heid wurde am 17. November 1882 in Stühlingen geboren.
Ab 1922 war Josef Heid im Bezirksamt Villingen als Regierungsinspektor tätig.
Schon früh war er in der SPD aktiv.
Der Wahl zum Stadtverordneten und zum Kreisrat folgte die Wahl zum Abgeordneten des Landtages der Badischen Republik im Jahr 1929. Josef Heid war damals 47 Jahre alt. Seine erste Frau ist früh verstorben. Josef Heid und sein Sohn Werner waren allein. In zweiter Ehe mit Anna, sie stammte aus Unteröwisheim bei Bruchsal, wurden Ihnen 2 Söhne geboren, Wilfried und Dietrich. Mit der sogenannten „Machtergreifung“ der NSDAP im Januar 1933 änderte sich das Leben von Josef Heid und seiner Familie schlagartig. Die SPD war im Reichstag die einzige Partei, die im Januar 1933 mit einem eindeutigen NEIN gegen die Ermächtigungsgesetze stimmte. 4 Monate später wurde die SPD verboten und alle gewählten Vertreter der SPD aus dem Landtag wurden in „Schutzhaft“ genommen.
Die NS -Gauleitung verfügte:
„ Führer der SPD, für die eine persönliche Gefährdung besteht oder zu befürchten ist, sind in Schutzhaft zu nehmen.“
Zunächst konnte sich Josef Heid bei Verwandten im Raum Bruchsal auf dem Dachboden verstecken. Jedoch, es zog ihn zu seiner Familie nach Villingen. Auf der Zugfahrt dorthin wurde er festgenommen. Die persönliche Gefährdung begann innerhalb des Bezirksgefängnisses Villingen und im KZ Heuberg. Misshandlungen und Klinikaufenthalt waren Folgen dieser sogenannten „Schutzhaft“ für Josef Heid. Noch 1933 wurde Josef Heid aus der Stadt Villingen ausgewiesen. Zuflucht fand Josef Heid diesmal mit seiner Familie in Bruchsal im Gartenweg. Seine Schwiegereltern hatten für die Familie ein kleines Gartenhäuschen gekauft.
Josef Heid
musste sich jede Woche bei der Polizei melden
hatte Berufsverbot
bekam nur 50% seiner ihm zustehenden Pension
In dieser schweren Zeit fand er Unterstützung in der Verwandtschaft, aber auch bei Mitbürgern.
Überliefert ist, dass Josef Heid bei einem Bruchsaler Gastwirt in der Werner von Siemens Straße Buchhaltungsarbeiten gemacht hat.
1944, einige Tage nach dem missglückten Attentat auf Hitler gingen Josef Heid und Sohn Dietrich, er war gerade mal 11 Jahre alt, gemeinsam in die Stadt. Hinter der Eisenbahnunterführung verabschiedeten sie sich. Der Sohn wollte ins Schwimmbad, der Vater in die Stadt. Wenige Minuten später wurde Josef Heid auf der Kaiserstraße verhaftet. Es war eine längst vorbereitete reichsweite Verhaftungsaktion der Gestapo nach dem gescheiterten auf Attentat auf Adolf Hitler "Aktion Gitter". Die Nazis hatten nur die Gelegenheit abgewartet um missliebige Gegner des Systems einzusperren.
„Wir haben den Vater nie wieder gesehen“ berichtet der Sohn Dietrich in den 90er Jahren.
Josef Heid wurde von Bruchsal aus in das KZ Dachau verbracht.
In einem Schreiben der Lagerverwaltung wurde der Familie mitgeteilt :
„der Häftling sei an einer Lungenlähmung gestorben,
die Leiche bereits eingeäschert und die Urne beigesetzt worden.
Todestag 21. Dezember 1944"
Die Söhne haben auf den Grabstein der Familie die Inschrift anbringen lassen:
Josef Heid 1882 -1944
Ermordet im KZ Dachau
Zur Erinnerung für uns und zur Ehre von Josef Heid tragen seit März 1952 in Unteröwisheim und seit August 1972 in Bruchsal jeweils eine Straße seinen Namen. Auch in Villingen, dem Ort seines politischen Wirkens, erinnern ein Platz und eine Gedenktafel an Josef Heid.In Karlsruhe wurde zur Erinnerung an Josef Heid vor dem Ständehaus, dem ehemaligen Sitz des badischen Landtags, ein Stolperstein gesetzt.
Josef Heid hatte seine politischen Überzeugungen nie abgelegt.
Es ist unsere Aufgabe regelmäßig zu erinnern,
damit gleiches Unrecht nie wieder geschehen kann.
für den SPD-Stadtverband
Ernst-Friedrich Schäfer
Der SPD Stadtverband Bruchsal traf sich am Donnerstag den 29.Dezember zur traditionellen Winterwanderung zwischen den Jahren auf dem Michaelsberg. Bei herrlichstem Winterwetter konnte Heribert Gross, Vorsitzender des Ortsverein Untergrombach, der die diesjährige Wanderung ausrichtete, annähernd 100 Teilnehmer begrüßen. Die Wanderer kamen nicht nur aus Untergrombach und den übrigen Bruchsaler Stadteilen, sondern auch aus den Gemeinden der nahe-gelegenen Rheinebene. Sogar ein Ehepaar aus Frankreich hatte den Weg zu uns gefunden.
Franz Lechner, ein weit über die Grenzen Untergrombachs hinaus bekannter Journalist, Biologe und Naturfotograf führte die Gruppe rund um den 268,8 m hoch liegenden Gipfel des Michaelsberges (Gewann Lärmenfeuer). Anschaulich erläuterte er an Hand von Fotografien die verschiedenen seltenen Blumen, wie zum Beispiel Hainwachtelweizen, Wiesenwachtelweizen und Hummelragwurz, die nur auf dem Trockenrasen des Michaelsbergs wachsen. Er beschäftigte sich daneben ausführlich mit der Insekten- und Schmetterlingswelt, die sich hier aufgrund der außergewöhnlichen klimatischen Bedingungen heimisch fühlt. Anschaulich erklärte er die verschiedenen Lebensräume wie die Trockenmauern und Steinriegel, die über Jahrhunderte durch die Weinbauern aufgeschichtet wurden und vielen Eidechsen und Insekten Unterschlupf bieten. Insbesondere seine Ausführungen über das Naturschutzgebiet Kaiserberg mit seiner klimatischen und geologischen Ausnahmestellung fanden großes Interesse.
Selbst alt eingesessene Untergrombacher erfuhren so neues über den faszinierenden Lebensraum Michaelsberg vor unserer Haustür. Unser Landtagsabgeordneter Daniel Born, der die Wanderung begleitete, bedankte sich im Anschluss bei unserem sachkundigen Guide Franz Lechner für die unterhaltsame und lehrreiche Führung. Viel wissenswerte könne er für seine Arbeit im Umweltausschuss des Landtags mitnehmen. Sein besonderer Dank ging an das Organisationsteam Horst Gringmuth und Heribert Gross. Zum geselligen Abschluss im Restaurant Michaelsberg stießen noch etliche fußkranke Senioren dazu. Mit einem grandiosen Abendhimmel fand der Tag einen würdigen Abschluss.
H.G.
Heiß, der Sommer zeigt sich am Sonntag den 11. September nochmal von seiner besten Seite. Rasch werden noch einige Sonnenschirme organisiert um den zahlreichen Gästen angenehmen Schatten zu spenden. Am letzten Tag der Ferien treffen sich die SPDler aus Bruchsal und den dazugehörenden Ortsteilen zum traditionellen Sommerfest des Stadtverband Bruchsal beim Naturfreundehaus Eichelberg zwischen Untergrombach und Bruchsal. Britta Brandstetter, Stadtverbandsvorsitzende, hieß neben dem Ehrengast, Leni Breymaier - stellvertretende Landesverbandsvorsitzende, Daniel Born MdL und Stefan Rebmann MdB willkommen. Dazu konnte sie die zahlreich erschienen Gemeinde- und Ortschaftsräte aus dem Stadtverband begrüßen. Heiß war der Meinungsaustausch zur derzeitigen schwierigen Politischen Lage. Leni Breymaier sprach in Ihrer Vorstellung zur Landesvorsitzenden vielen aus dem Herzen. Gerade nach dem Debakel unserer Partei im Frühjahr. Dennoch kann sich die Bilanz aus der Regierungszeit sehen lassen. Wichtige Impulse unserer Politik haben ihre positiven Spuren hinterlassen. Auch wenn Ihr schwäbisch etwas befremdlich für uns Nordbadener klingt , hat sich Leni bestens als Kandidatin zum Landesvorsitz empfohlen.Viel Freude bereitete Anja Krug mit Ihrem legendären SPD Quiz, dessen Auflösung auch den Profis Schweiß auf die Stirn trieb. Mit dem verschwinden der Sonne hinter den Bäumen, bendete Britta das Grillfest, die Schirme kehren in ihre Garagen rund um Bruchsal zurück.