Ein politischer Kompass feiert 80 Jahre

von links Eberhard Schneider, Britta Brandstätter, EF Schäfer, Karina Merten, Heribert Gross, es fehlt Yvonne Pisar

 

Am 25. Februar reihte sich in der Hubertusstraße ein Parkverbot Schild an das Nächste. Da möchte Jemand keinen Besuch, wer es doch wagt zu parken, der wird unverzüglich abgeschleppt!

So einen guten Draht hat er in die Verwaltung?

 Es war kaum nötig, denn der Mann des Tages hatte sich, wenn auch angekündigt, aus dem Staub gemacht...weit entfernt frönte er einer seiner Leidenschaften der klassischen Musik, auf einer Kulturreise.

Was macht ihn noch aus, diesen E-F Schäfer?

Ganz oben auf der Liste der Eigenschaften steht sein exzellenter Humor. Humor ist „die Begabung den Unzulänglichkeiten der Welt und des Menschen mit heiterer Gelassenheit zu begegnen“. E- F Schäfer lacht gerne und ist mit manch einer Unzulänglichkeit großzügig … sei sie weltlich oder menschlich!

Was kennzeichnet ihn noch?

 Mit seiner feinen Sprache und ausgewählten Wortwahl brilliert E-F Schäfer. Mancher hat großen Respekt vor seiner Rhetorik und wenn dieser stattliche Mann eine ernste Miene aufsetzt dann folgt unverzüglich ein geistreiches Wortspiel, in dem er nicht selten Missstände kritisiert oder auf Bedarfe aufmerksam macht. Absolut bewundernswert ist sein scharfes Auge bei der Betrachtung von Zuständen oder Situationen gleichermaßen wie bei der Betrachtung der Welt durch die Linse seiner Kamera. Im Bild hält E-F die Welt fest. Nachhaltige Daseinsvorsorge ist aber die vornehmste Aufgabe von uns Gemeinderäten“ Zitat von E-F Schäfer aus einer seiner Reden als Fraktionsvorsitzender im Bruchsaler Gemeinderat. Das ist die Richtschnur für E-F Schäfer´s Denken und Handeln. Er lebt Menschlichkeit und Solidarität und fordert sie gleichermaßen ein.

Und weil er so besonders ist  ließen wir es uns nicht nehmen und luden uns frech selbst ein um E-F und seiner Ehrentag mit ihm wenigstens nach zu feiern und auf sein Wohl anzustoßen. Wir ließen im Gespräch alte Zeiten aufleben und unterhielten uns auch über aktuelle Themen. Der Tisch war reich gedeckt und die Gespräche waren voller Humor und Witz aber auch voller Ernsthaftigkeit. Genauso wie der Gefeierte. Und weil wir uns sehr wohl fühlten blieben wir länger als geplant.

Für mich, mein persönlicher politischer Kompass, für viele andere standsicherer Kämpfer mit Rückgrat und Ausdauer.

 

Ein Franke in Baden – das kann nicht schaden!

Ein Franke in Brusel – das nennt man Dusel!

Ein Franke in Büchenau – das ist schlau!

 

Herzlichen Glückwunsch zum 80-ten lieber E-F Schäfer

 

Karina Merten für den Stadtverband Bruchsal

Kreistag lehnt Antrag der SPD auf Einführung eines 365-Euro-Jahrestickets für Bus und Bahn ab

Hier die Rede des SPD-Fraktionsvorsitzenden Markus Rupp (Gondelsheim) am 30.01.2020:

Homezone für den Landkreis Karlsruhe

Bild SPD Untergrombach

Kreistag bremst 365€ Ticket aus

Das in Wien mit Erfolg eingeführte 365€ Ticket, übersteigt die Vorstellungskraft der Karlsruher Verkehrsplaner - es könnten ja noch mehr Fahrgäste den ÖPNV nutzen!

Eine Gedankenwelt aus den 70er Jahren. Wo ist die Innovation und Strahlkraft des Karlsruher Modells hingekommen? Wo der Wille zur Verkehrswende?  Statt eines einfachen Tarifs, soll eine technisch aufwändige "Home Zone" eingeführt werden. Deren "einfache" Nutzung wird nicht einen Autofahrer in die Bahnen und Busse locken. Das ganze sieht nach Innovation aus, durch die exakte Erfassung des Fahrverhaltens der Fahrgäste wird  es mittelfristig zu Einschränkung des Angebots führen, da nur noch lukrative Strecken und Zeiten bedient werden. Fahrer sind ja jetzt schon zu wenige da. Für viele Pendler wird es in Zukunft wohl günstiger sein, ganz auf die Bahn zu verzichten. Die Auto Maut ist gerade an  jener Aufwändigkeit gescheitert, während in - auch wieder - Österreich ein einfaches Pickerl seit Jahrzehnten denselben Zweck erfüllt.

Man stelle sich vor, die Telefongesellschaften führten das Tarifsystem der Deutschen Bundespost von 1980 wieder ein. Minutengenaue Taktung statt Flat. Wer wäre bereit mehrere hundert Euro im Monat für Internet und Telefon zu bezahlen?  Surfen im Internet? Nur nachts zum Mondscheintarif erschwinglich. Telefonieren? Fasse dich kurz! Übrigens, auch die Home Zone wäre dann nicht möglich, denn kaum einer könnte sich das dazu erforderliche Handy leisten. 

In München konnte man sich wenigstens für Schüler und Senioren für ein 365 € Ticket entscheiden. 

Als positiv zu bewerten bleibt die Aussicht, dass die Pünktlichkeit besser wird, wenn nicht mehr so viele Fahrgäste ein- und aussteigen. 

   Schade um die verpasse Chance.

Heribert Gross

Weitere Informationen zur Home Zone gibt es hier.

Stolperstein für Josef Heid, badischer Landtagsabgeordneter, in Bruchsal am 5. Juli 2018

Vierte Bruchsaler Stolpersteinverlegung am Donnerstag, den 5. Juli 2018 durch Gunter Demnig

In Anwesenheit der Regierungspräsidentin Nikoletta Kressl fand gestern im voll besetzten Ratssaal die Erinnerungsfeier der 4. Stolpersteinverlegung in Bruchal statt. Die Erinnerung an unseren ehemaligen badischen Landtagsabgeordneten und Bruchsaler Mitbürger Josef Heid wurde durch die Anwesenheit von Kreisvorsitzenden Christian Holzer, Kreisrätin Ruth Römpert, Stadträte Helga Langrock, Alexandra Nohl, Anja Krug, Hans-Jörg Betz und den Kreisvorsitzenden der AWO Roland Herberger gewürdigt. Aus der ehemaligen Heimatstadt Villingen waren 2 Genossen zur Feierstunde und Stolpersteinverlegung angereist.Zahlreiche Genossinnen und Genossen aus  Bruchsal und Umgebung rundeten das Bild ab.Stadträte von CDU und Grünen sowie zahlreiche Behördenvertreter waren weitere Besucher. Die Zivilgesellschaft war in bunter Schar über alle Altersgruppen hervorragend vertreten.
Herzlichen Dank für die Stiftung des Stolpersteins an Helga und Ernst Langrock, sowie die Liedvorträge von Alex Nohl!
Herzlichen Dank an die Stadt Bruchsal für die organisatorische Vorbereitung der 4. Stolpersteinverlegung. Diesmal für 17 ehemalige Jüdische Mitbürger und den Sozialdemokraten Josef Heid.

>> unter weiterlesen die Vorstellung des Lebensweg von Josef Heid

Schwerpunktthema ÖPNV im Verwaltungsausschuss des Kreistags - Ausbau von Haltepunkten und Ertüchtigung von Linien

Einmal mehr war der öffentliche Personennahverkehr Thema im Verwaltungsausschuss des Kreistags. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel informierte das Gremium in seiner Sitzung vom 19. April, dass es in gemeinsamen Verhandlungen mit dem Rhein-Neckar-Kreis und dem Verkehrsministerium gelungen ist, dass das Land Baden-Württemberg Planungskosten für Maßnahmen im Rahmen der 2. Stufe der S-Bahn Rhein-Neckar, die über die ursprünglich vereinbarten 24% der Baukosten hinausgehen, zu 75% übernimmt. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Umbauten bestehender Stationen auf S-Bahn-Standard wie z.B. die Erhöhung und ggf. Verlängerung der Bahnsteige für einen barrierefreien Aus- und Einstieg oder automatische Fahrgastinformationssysteme auf den Strecken Bruchsal – Germersheim, Karlsruhe – Mannheim und Heidelberg – Bruchsal – Karlsruhe. Mit Vorarbeiten zum Ausbau der Haltepunkte Bad Schönborn-Kronau, Bad Schönborn Süd und Ubstadt-Weiher sowie zum Neubau der Station Stettfeld-Weiher soll Ende diesen Jahres begonnen werden. Die Fertigstellung ist zum Fahrplanwechsel im Dezember 2019 vorgesehen.

Informiert wurde das Gremium über den Sachstand der Einschleifung der S31/S32 (Menzingen/Odenheim – Karlsruhe) in die Karlsruher Innenstadt. Drei verschiedene Trassenvarianten – eine Einschleifung direkt am Bahnhof Durlach, nach dem Bahnhof Durlach und nach dem Hauptbahnhof über den Albtalbahnhof – haben die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) und die Albtal-Verkehrsgesellschaft (AVG) untersuchen lassen. Der Abteilungsleiter Bau/Infrastruktur bei der AVG Dr. Ing. Reinhard Bickelhaupt erläuterte, dass die Variante „Hauptbahnhof“ ausscheide, nachdem sie für den Nutzer den geringsten Nutzen bietet und die Trassenführung aufgrund des Großbauprojekts südlich des Hauptbahnhofs unmöglich wird. Für die beiden anderen Varianten laufen derzeit in Abstimmung mit der DB Netze technische Vorplanungen sowie Ausarbeitungen von Betriebskonzepten. Die Fahrten der S3 Mannheim-Heidelberg-Karlsruhe würden weiterhin auf der bestehenden Trasse verkehren und direkt den Karlsruher Hauptbahnhof bedienen.

Quelle: Landratsamt Karlsruhe, Beiertheimer Allee 2, 76137 Karlsruhe, * Postfach 31 47, 76126 Karlsruhe
Ansprechpartner: Martin Zawichowski, 

Öl zwischen Untergrombach und Weingarten? Probebohrungen im Herbst

Heidelberg/Weingarten – Die Rhein Petroleum GmbH aus Heidelberg wird in Weingarten (Baden) wie angekündigt voraussichtlich im Herbst 2018 nach Erdöl bohren. Unter dem Namen „Steig 1“ soll ein seit den 1950er Jahren bekanntes Erdölvorkommen erstmalig erschlossen werden. Diese erdölführenden Schichten befinden sich in direkter Nachbarschaft zum Altfeld Weingarten, aus dem bis in die 1960er Jahre Erdöl gefördert wurde.

Im Jahr 2012 hatte Rhein Petroleum umfangreiche 3D-seismische Messungen durchgeführt. Diese haben es ermöglicht, erstmalig eine detaillierte Kartierung und Bewertung der geologischen Struktur und der bekannten, noch nicht erschlossenen Lagerstätte vorzunehmen. Das Ergebnis der Experten: Die Aussichten auf einen Erdölfund sind gut. Daher soll nun mit der Probebohrung „Steig 1“ überprüft werden, ob sich tatsächlich hinreichende Mengen an Erdöl im Untergrund befinden, die es erlauben, wirtschaftlich über mehrere Jahre heimisches Erdöl in Weingarten zu fördern.

Die geplante Erkundungsbohrung wird von einem rund einen halben Hektar großen Bohrplatz im Gewann Bronnloch zwischen Baggersee und der Bundesstraße 3 im nördlichen Teil der Gemarkung Weingarten aus erfolgen. Die vorbereitenden Arbeiten für die Bohrung sollen in den kommenden Wochen starten. Das Bohrziel befindet sich in rund 900 Metern Tiefe . (Unter der Gemarkung Untergrombach) Dort werden in den so genannten Pechelbronner Schichten die erdölführenden Schichten erwartet. Zum Einsatz kommen wird eine mobile Bohranlage, die lediglich für vier bis sechs Wochen im Gelände zu sehen sein wird. Nach Abschluss der reinen Bohrarbeiten wird sie wieder abgebaut und abtransportiert.

Bei wirtschaftlicher Fündigkeit der Bohrung ist geplant, die Produktionsanlage südlich des Gewanns Bronnloch, etwa auf Höhe der Betriebsgebäude der Kiesgrube, zu installieren. Das Erdöl würde von dort aus per LKW zur Raffinerie nach Karlsruhe transportiert. Auf dem Bohrplatz verbleibt lediglich eine Pumpe.

Während der Bohrphase wird das Unternehmen einen Informationscontainer in der Nähe des Bohrplatzes einrichten. Außerdem soll es im Herbst einen Tag der offenen Tür auf dem Bohrplatz geben.

 

Pressemitteilung vom 9.4.18   Rheinpetroleum

Eisenbahn-Bundesamt startet die erste Beteiligungsphase zur Lärmaktionsplanung

Auszug Lärmkartierung Eisenbahnbundesamt

Das Eisenbahn-Bundesamt hat die erste Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung im Rahmen der Lärmaktionsplanung gestartet. Bis zum 25. August 2017 kann sich die Öffentlichkeit nun an der Lärmaktionsplanung des Eisenbahn-Bundesamtes beteiligen. Der aus der Umfrage hervorgehende Lärmaktionsplan wird 2018 veröffentlicht.

Weitere Informationen finden sich auf der Informations- und Beteiligungsplattform unter: http://www.laermaktionsplanung-schiene.de

Alternativ zur Online-Beteiligung können Beiträge auch per Post an die Redaktion Lärmaktionsplanung, Postfach 601230 in 14412 Potsdam geschickt werden. Der vom Eisenbahn-Bundesamt hierfür vorbereitete Fragebogen kann über die angegebene Internetadresse heruntergeladen oder per Post angefordert werden.

Die Öffentlichkeitsbeteiligung findet nacheinander in zwei Phasen statt. Die eingehenden Angaben helfen dem Eisenbahn-Bundesamt, seinen Lärmaktionsplan aufzustellen.

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Ansprechpartner:

Heike Schmidt
Pressesprecherin

Moritz Huckebrink
Pressesprecher

Telefon: +49 228 9826-186
E-Mail: presse@eba.bund.de">presse@eba.bund.de

Ausleitung der Linien S31 und S32 von Durlach in die Innenstadt Karlsruhe

Die Idee von Bürgermeister Menrup ist nicht neu, nun aber mit Fertigstellung des Tunnels sinnvoll umsetzbar und erstrebenswert. Jedoch liegt der Fall wesentlich komplexer, als in Durlach einfach die Straßenbahn in die Innenstadt abzubiegen zu lassen. Für Untergrombach und Weingarten hätte das fatale Auswirkungen für die meisten Bahnbenutzer.

Die Verkehrsströme von Bruchsal nach Karlsruhe gehen derzeit zu 1/3 nach Durlach, um von dort weiter, ggf. auch Richtung Innenstadt, zu kommen. In Durlach steigen aber auch wieder fast die Hälfte dieses Drittels zu, um zum Hauptbahnhof zu gelangen.Es wäre daher fatal, den Hauptstrom Richtung Karlsruhe HBF, für 1/10 aller Fahrgäste die Richtung Innenstadt möchten, umzulenken .Der Hauptbahnhof Karlsruhe ist die Anbindung unseres Kreises an den Hochgeschwindigkeitsverkehr der Bahn :1,5 Stunden nach Köln, 3,5 Stunden nach Paris ,1,7 Stunden nach Basel .Rail und Fly wird immer beliebter. Auch die Anschlussmöglichkeiten vom Bahnhofsvorplatz zur Tram ist einzigartig. Die Bahn ist nur im geringeren Umfang Zubringer für den Einzelhandel . Das Gros stellen Pendler und Schüler. Die Verbindung von Forbach nach Menzingen ist sehr attraktiv und verbindet Kraichgau und Schwarzwald. Ein Umsteigen in Durlach würde die Reisezeiten ihrer Attraktivität berauben ,da man dann 2 mal umsteigen muss.

 

Daher darf ein Abbiegen in die Innenstadt nur eine Bereicherung des bestehenden Angebot sein.

Es muss weiterhin in der selben Qualität möglich sein, umsteigefrei zum Hauptbahnhof zu kommen.

 

  • Um die Anbindung direkt an den Hauptbahnhof zu sichern, ist für die S3 des RNV Halt in Untergrombach und Weingarten vorzusehen. Was auch eine Aufwertung der Verkehrsanbindung Richtung Heidelberg /Mannheim mit sich bringt.

Im bisherigen Fahrplan entfallen diese Halte am Tage zwischen 8:00 und 24:00. (Ansonsten hält die S-Bahn zwischen Germersheim und Karlsruhe an jeder Milchkanne !) In Bruchsal kommt es derzeit zu einem Kuriosum, in einen Eilzug Richtung Karlsruhe steigen zu müssen, um in Untergrombach wieder aussteigen zu können. Wer in die S3 steigt ,braust mit 140 km / h an Untergrombach vorbei.

 

  • Die Linie Menzingen – Forbach muss bestehen bleiben.

  • Eine Linie durch die Stadt sollte Ziel Wörth haben.

Martin Schulz zum Kanzlerkandidaten gewählt

Martin Schulz will Bundeskanzler werden! Und viele Menschen finden das gut! Das WillyBrandt-Haus war mit über 1.000 Gästen überfüllt, als er am Sonntag seine Ideen von Deutschlands Zukunft vorstellte. Millionen sahen ihn im Livestream und im TV. Einige Tausend sind in den vergangenen Tagen in die SPD eingetreten. 

Besichtigung der GU in der Schnabel Hennig Straße

SPD vor Ort

am Donnerstag den 9.Juni besuchten wir die Gemeinschaftsunterkunft in der Schnabel Hennig Straße in Bruchsal. Diese GU entspricht in ihrer Dimension fast dem geplanten Neubau in Untergrombach. Der Unterkunftsleiter Herr Helmut Senft berichtete von der Arbeit mit den Flüchtlingen, die aus den verschiedensten Nationen hier in Bruchsal angekommen sind. Derzeit sind  ca. 125 Menschen dort untergebracht .Den Bewohnern wird das Notwendigste beim Einzug zur Verfügung gestellt, sie erhalten neben Schlafzeug, einfaches Geschirr und Küchenutensilien. In zugeteilten Einfachküchen wird das Essen selbst zubereitet.  Die Lebensmittel müssen selbst eingekauft werden. Das Leben in der GU weckt Erinnerungen an Jugendherbergen oder Kasernenstuben. Für die Sauberkeit von Waschräumen, Toiletten, Küchen und Wohnräumen  sorgen die Bewohner selbst. Die Einrichtung macht durchweg einen sauberen Eindruck. Wie Herr Senft erläuterte, wird um 22:00 Uhr der Strom in den Küchen abgestellt, durch eine einfache Tasteinrichtung muss alle 5 Minuten die Stromzufuhr für den Herd quittiert werden – eine einfache Maßnahme die dem Brandschutz effektiv dient. Verstöße gegen die Hausordnung werden von der Hausverwaltung streng geahndet. Inzwischen hat die Hausverwaltung ausreichend Erfahrungen gesammelt, so dass es kaum zu erwähnenswerten Zwischenfällen kommt. Alle Bewohner in einer Gu sind im Ausländerzentralregister erfasst. Im Parterre leben Frauen und Familien mit Kindern, in den Obergeschossen überwiegend Männer. In der Gu sind 5 Mitarbeiter des Landratsamts in Vollzeit beschäftigt, dazu kommen noch einige geringfügig Beschäftigte. Inzwischen konnte für zahlreiche Bewohner eine Arbeitsstelle gefunden werden. Hier wird durch engagierte Ehrenamtliche viel getan. Im Haus findet auch Sprachunterricht statt, für den ein kleiner Schulungsraum zur Verfügung steht. Gemeinschaftsräume sind keine vorhanden. Die Menschen leben hier in einfachsten Verhältnissen. Die Verweildauer in einer GU richtet sich nach dem Asylverfahren, bis eine geeignete Anschlussunterbringung gefunden wird - maximal 2 Jahre. Herr Senft beantwortete ausführlich unsere vielen Fragen, die besonders zum Neubau einer GU in Untergrombach relevant waren. Wir  waren nach der Führung durch die Gemeinschaftsunterkunft von der hervorragenden Arbeit die dort geleistet wird, sehr beeindruckt. Sicher keine leichte Aufgabe, aber warum sollte sie gerade in Untergrombach, nicht zu bewältigen sein?